Schütze aus echtem Schrot und Korn
Nur ganz wenige Schützen dürfen das Schulterband zum St.-Sebastianus-Ehrenkreuz ihr Eigen nennen. Paul Schulte-Döninghaus (l.) ist seit gestern einer von ihnen. Diözesanschießmeister Franz Heinrichsmeier (r.) überreichte ihm die Auszeichnung für sein Lebenswerk.

Mit der besonders seltenen Auszeichnung bedankte sich die St.-Benediktus-Schützenbruderschaft, die in diesem Jahr ihren 60. Geburtstag feiert, bei einem Vereinsmitglied, „auf das stets zu 100 Prozent Verlass ist“. Weiter hieß es in der Laudatio von Franz Heinrichsmeier: „Paul Schulte-Döinghaus ist ein Schützenbruder aus echtem Schrot und Korn, für den unsere Ideale Glaube, Sitte und Heimat unumstößliche Wertvorstellungen sind.“

Einsatzbereitschaft und Pflichtbewusstsein

Zwei Jahre nach Gründung der Bruderschaft beigetreten, habe sich Schulte-Döinghaus schnell durch seine Einsatzbereitschaft und sein Pflichtbewusstsein einen Namen gemacht, sagte der Vertreter des Diözesanverbands. Beim Auf- und Abbau des Schützenfests sei der frisch gebackene Schulterband-Träger genauso engagiert gewesen wie im Vorstand, wo er viele Jahre das Amt des Schriftführers innehatte. Die Mitgliederverwaltung gehörte ebenso zu den Aufgaben von Paul Schulte-Döinghaus wie die Erstellung der Sitzungsprotokolle.

St.-Sebastianus-Ehrenkreuz geht an Johannes Flore

Über das St.-Sebastianus-Ehrenkreuz freute sich am Sonntagnachmittag Johannes Flore. Der stellvertretende Bezirksbundesmeister Mario Kleinemeier hängte es ihm um den Hals. Die hohe Verbandsauszeichnung erhielt der 71-Jährige für seine 20-jährige ehrenamtliche Tätigkeit als Kassierer sowie für die Organisation des Königsausflugs, um die er sich ebenfalls zwei Jahrzehnte gekümmert hat. Einsatz zeigte Johannes Flore auch bei der Erstellung der Festschrift zum 50. Jubiläum der Gebetswache im Bergkloster Bestwig (Sauerland). Mario Kleinemeier: „Flores Wort hat in der Bruderschaft nach wie vor Gewicht.“

Zwei Silberne Verdienstkreuze

Darüber hinaus hatte der Abgesandte des Bezirksverbands Wiedenbrück bei seinem Besuch in Varensell zwei Silberne Verdienstkreuze im Gepäck. Die Auszeichnungen aus Edelmetall gingen an Franz Berenbrink und Konrad Buschsieweke. Bis zu seiner Krankheit habe Berenbrink im Bezirk acht die Mitgliedskarten verteilt und die Beiträge kassiert, lobte Kleinemeier. Der 67-Jährige, der heute im Dienstgrad eines Leutnants steht, genieße hohes Ansehen im Verein.

Der zweite Verdienstkreuz-Träger Konrad Buschsieweke (55) wurde im vergangenen Jahr als Gespannführer in den Vorstand gewählt. „Ein Schützenfest muss gut organisiert sein, wenn alles reibungslos laufen soll“, unterstrich Mario Kleinemeier. „Konrad Buschsieweke ist einer von denen, die immer zur Stelle sind, wenn sie gebraucht werden.“

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