Sieben neue junge Busbegleiter
Sieben Mädchen und Jungen der Martinschule sind zu Busbegleitern ausgebildet worden. Sie sorgen dafür, dass im Bus und an der Haltestelle alles friedlich zugeht.

 Deshalb möchten die beiden in den kommenden Schuljahren als Busbegleiter tätig werden und darauf achten, dass die „Busregeln“ eingehalten werden. Die insgesamt sieben künftigen Schulbusbegleiter aus den Klassen sechs bis acht wurden zwei Tage lang von Christina Pörtner vom Verein „Up to you“ intensiv auf ihre neue Aufgabe vorbereitet. Die Firma Klesener fuhr eigens für Rollenspiele mit Fahrer samt Bus an der Martinschule in Rietberg vor. Auch die Polizei war bei der Ausbildung mit von der Partie.

In der Martinschule werden die Busbegleiter von den Lehrern Johannes Dresemann und Helmut Kahleis in wöchentlichen Treffen betreut, begleitet und in Konfliktsituationen unterstützt. „Eine gesunde Portion Selbstbewusstsein gehört dazu, um bei Provokationen angemessen reagieren und sich auch gegen ältere Mitschüler durchsetzen zu können. Ein Busbegleiter muss zuerst lernen, eine deutliche ,Ich-Botschaft‘ abzugeben und seine Körpersprache überzeugend einzusetzen“, weiß Christina Pörtner aus Erfahrung. Wichtig sei es, den Störenfried anzusprechen und den Konflikt zu lösen, bevor er eskaliere. Und die Busbegleiter müssten selbst Vorbilder sein, sich niemals in Rangeleien verwickeln lassen, immer zu Zweit handeln und in schwerwiegenden Fällen sofort den Busfahrer verständigen.

„Schwere Körperverletzungen gab es bisher noch nicht, am häufigsten kommen Beleidigungen, kleinere Rangeleien und selten auch Sachbeschädigungen vor“, merken die projektbegleitenden Lehrer Kahleis und Dresemann an. Dank der Busbegleiter seien die Regelverstöße im Bus und an den Haltestellen in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen.

Die Ausbildung ist sehr praxisnah: Bei den Rollenspielen schlüpfen die Schüler auch in die Rolle des Störenfrieds, wie sie es schon häufig erlebt haben, oder unter den kritischen Augen der anderen in die Rolle des Schulbusbegleiters, der die gelernte „Ich-Botschaft“ formuliert. Außer der kostenlosen Ausbildung zum Busbegleiter bietet der Verein „Up to you“ in Zusammenarbeit mit der Polizei und vielen anderen Verkehrsunternehmen auch noch die Busschule für die jüngeren Schüler an. Dort wird schon den Kleineren gezeigt, wie man sich richtig im Bus und an der Haltestelle verhalten soll.

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