Sonderabgabe für neuen Schießstand
Grundriss: Der Schießstand im Keller der Alten Volksschule mit angeschlossenen Auswertungs- und Aufenthaltsräumen. 40 Euro soll jedes Vereinsmitglied als Sonderabgabe für das neue Domizil erbringen.

Die verbleibende Finanzlücke von 18.750 Euro soll durch eine Sonderzahlung aller Vereinsmitglieder in Höhe von je 40 Euro geschlossen werden. Das haben die Schützen während ihrer Generalversammlung am Samstagabend im Kolpinghaus bei drei Gegenstimmen und 16 Enthaltungen beschlossen. „Wer die Summe nicht aufbringen kann, ist von dieser Regelung ebenso befreit wie Mitglieder, die bereits gespendet haben“, betonte Brudermeister Michael Streiß. Die Sonderzahlung soll auf zwei Jahre gesplittet werden. Je 20 Euro werden in diesem und im nächsten Jahr zusätzlich zum Mitgliedsbeitrag eingezogen.

Die Neuenkirchener „Grünröcke“ dürfen den Keller als Vereinsheim mietfrei nutzen und müssen nur für die Energiekosten aufkommen. „Das kann nicht wesentlich teurer werden, als in der Feldschänke. Da haben wir mit Gasflaschen geheizt“, sagte Streiß. Laut Architektenentwurf ist im größten Raum eine elektronische Schießsportanlage mit sechs Bahnen geplant. Die Kosten allein hierfür belaufen sich auf 18.000 Euro. Darüber hinaus gibt es einen Auswertungsraum, der auch für Trainingsabende genutzt werden kann, einen Aufenthaltsraum, eine Waffenkammer, Toiletten und einen kleinen Raum, der sich als Küche anbietet.

„Die Räume eignen sich ebenso für das Austragen von Wettkämpfen, ob vereinsintern oder auf Bezirksebene, sowie für Treffen in kleinerer Runde“, erklärte der stellvertretende Brudermeister Thomas Freitäger. Auch Interessenten, die nicht Mitglied der Bruderschaft sind, können den Schießstand mieten.

Die kurzfristig erkrankte Ortsvorsteherin Bärbels Diekhans ließ mitteilen, dass der Vorstand des Bürgerhausvereins die Errichtung der Schießsportanlage in der Alten Volksschule begrüße. Durch den Schützenverein werde das Haus mit Leben gefüllt. Den Schützen biete sich in zentraler Lage eine neue Heimat, die einem Vereinsheim nahekomme. Der neue Kellerraum für die Chorgemeinschaft Neuenkirchen sei von den Schützen hergerichtet worden, ließ Diekhans wissen.

Im vergangenen Jahr konnten die Neuenkirchener „Grünröcke“ ihren Kapitalbestand von 2030 auf 9822 Euro erhöhen. In seinem Kassenbericht verkündete Schatzmeister Michael Kriener für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Überschuss von 7792 Euro. Einnahmen von 32.835 Euro standen Ausgaben von 25.043 Euro gegenüber. Kriener wies auch darauf hin, dass der Mietvertrag für den alten Schützenplatz an der Markenstraße erst 2015 ausläuft. Obwohl inzwischen umgezogen, müsse die Bruderschaft bis dahin für die vertraglich vereinbarte Pacht in Höhe von jährlich 1261 Euro aufkommen.

Nach kontinuierlichen Rückgängen in den Vorjahren ist die Mitgliederzahl der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft im vergangenen Jahr um 13 angestiegen auf jetzt 614 Schützen.

Oberst Hermann Becker, Kassierer Michael Kriener sowie die Beisitzer Walter Funke und Dieter Pauleickhoff wurden einstimmig für drei Jahre wiedergewählt.

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