Spatenstich für Kolpinghaus erfolgt 2018
Zeitgemäß statt vom Zahn der Zeit gezeichnet: Das neue Kolpinghaus soll in Pastors Garten in unmittelbarer Nähe zum alten Standort entstehen. Die Planungen sehen einen Funktionsbau mit Flachdach vor. Im Inneren soll Platz für bis zu 338 Sitzgelegenheiten sein. Ein Hingucker ist die dem Park zugewandte Terrasse. Das Vorhaben stellten Vertreter des Vereins Kolpinghaus Neuenkirchen und der Volksbank Rietberg vor.

Dafür wird in Pastors Garten ein neues Kolpinghaus errichtet. Bereits Mitte des kommenden Jahres soll der erste Spatenstich für den Ersatzbau, der direkt angrenzend an das jetzige Areal an der Gütersloher Straße in die Höhe wachsen soll, erfolgen. Das gab Andreas Venker, Geschäftsführer des Vereins Kolpinghaus Neuenkirchen, im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz der Gruppe mit Vertretern der Volksbank und Bürgermeister Andreas Sunder bekannt.

Moderne Immobilie mit Flachdach

Erste Pläne zeichnen das Bild einer modernen, eingeschossigen Immobilie mit Flachdach. Der neue Saal bietet auf einer Fläche von rund 230 Quadratmetern Raum für bis zu 260 Sitzplätze. Die in Richtung Pastors Garten angrenzende Gaststätte kann bei 88 Quadratmetern noch einmal 78 Stühle aufnehmen. Dank einer mobilen Trennwand sind beide Funktionseinheiten auch zusammenlegbar, so dass der Saal auf bis zu 338 Sitzgelegenheiten erweitert werden kann. Man habe sich bei der Personenzahl an den bisherigen Gegebenheiten orientiert, informiert Venker. Die Bühne falle sogar etwas größer aus als im jetzigen Domizil. Und: „Es wird keine störenden Säulen mehr geben“, verkündete der Vereinsgeschäftsführer. Ergänzt wird das Bauwerk durch ein gut 30 Quadratmeter großes Foyer mit Garderobe, einen Flur mit behindertengerechten Toilettenanlagen, eine Küche sowie einen Technik- und Lagerraum.

Als attraktives Extra sieht der Verein zum aktuellen Planungsstand eine Terrasse vor. Bürgermeister Sunder lobte diese Idee als „lebendiges Element in dem lebendigen Sozialraum Pastors Garten“. Insgesamt werde das neue Kolpinghaus den Stadtteil Neuenkirchen bereichern. Venker geht von einer Bauzeit von mindestens einem Jahr aus, so dass das Gebäude ab Herbst 2019 genutzt werden könnte. „Das alte Haus bleibt so lange erhalten, bis das neue steht“, betonte er. Damit seien zum Beispiel auch die Karnevalsveranstaltungen gesichert. Als Ausgleich für die im neuen Kolpinghaus nicht mehr vorhandenen Räume für gemeindliche Zwecke sollen im künftigen Pfarrheim, zu dem das Pfarrhaus voraussichtlich 2019 umgebaut werden wird, entsprechende Flächen zur Verfügung stehen.

Volksbank plant Erweiterungsbau

Zufriedene Gesichter präsentierten auch die Vertreter der Volksbank. Die ursprünglichen Pläne, sich auf dem Areal des ehemaligen Feuerwehrgerätehauses am Diekamp zu erweitern, seien von vornherein nicht optimal gewesen, erläuterte Vorstandssprecher Andreas Heinze. Das Grundstück, das man nun vom Verein Kolpinghaus Neuenkirchen erworben habe, biete dagegen eine ausreichend große Fläche für das angedachte Vorhaben. Für welche Zwecke die Immobilie, die dort ab 2020 errichtet werden soll, konkret gedacht ist, wollte Heinze noch nicht bekanntgeben. „Wir haben schon heute genügend Platz, aber unsere Abteilungen liegen nicht zentral beieinander“, ließ er jedoch die Stoßrichtung erkennen.

In jedem Fall sei es das erklärte Ziel, auch vor dem Hintergrund des Neubaus keine Filialen zu schließen. „Wir wollen in der Fläche bleiben“, unterstrich er. Ob die Volksbank das Grundstück am Diekamp nun überhaupt noch benötigt, bleibt offen. Noch bis Ende des Jahres hat die Stadt das frühere Feuerwehrgerätehaus für die Unterbringung von Flüchtlingen angemietet. „Wir könnten uns eine Weiternutzung der Immobilie vorstellen“, sagte Bürgermeister Andreas Sunder.

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