Sportschützen haben Ziel fest im Visier
Bild: Sudbrock
Ausgedient haben bei den Sportschützen in Westerwiehe die Zielscheiben aus Papier, die Ludwig Lescow (l.) in der Hand hält. Stattdessen halten Monitore, Lichtgitter und Reflektoren Einzug in den Schießstand. Das freut auch Sportschützenchef Ingo Berenbrink (r.).
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Damit die Erfolgsgeschichte weitergehen kann, wurden im Vereinsheim an der Berkenheide in den vergangenen Wochen die technischen Voraussetzungen geschaffen. Zielscheiben aus Papier haben im Schießheim der St.-Laurentius-Schützenbruderschaft ab sofort ausgedient. Geschossen wird künftig auf virtuelle Punktekarten, aber weiterhin mit echter Munition. Als einer der letzten Schützenvereine im Bezirksverband Wiedenbrück haben die Westerwieher ihren Schießstand auf ein vollelektronisches System umgestellt.

Die Auswertung erfolgt bei Wettkämpfen ebenso wie bei dem bei den Schützen hoch im Kurs stehenden Kordelschießen künftig in Sekundenbruchteilen mittels Computer. Im Kopf muss niemand mehr Ringe zusammenzählen oder Teiler ermitteln. Westerwiehes Sportschützenchef Ingo Berenbrink spricht in diesem Zusammenhang von einer „weiteren Professionalisierung unseres Schießbetriebs“.

Die technische Aufrüstung habe aber nicht nur wegen der damit verbundenen Zeitersparnis und des höheren Komforts Sinn gemacht. „Mechanische Schießanlagen, wie wir sie bislang noch in Gebrauch hatten, gibt es mittlerweile fast nirgendwo mehr. Vor allem bei Wettbewerben auf Landes- oder Bundesebene sind rein elektronische Systeme inzwischen Standard.“ Damit die Westerwieher Sportschützen bei diesen überregionalen Wettkämpfen auf Dauer nicht ins Hintertreffen geraten, sei die nun vorgenommene Umstellung dringend angeraten gewesen, denn: „Natürlich ist es etwas anderes, ob man auf einer mechanischen oder einer elektrischen Anlage schießt“, betont Ludwig Lescow vom Vorstand der Sportschützen.

Genauso wie bislang gibt es auch künftig zehn Bahnen im Vereinsheim an der Berkenheide. Ebenso viele Gewehrauflagen und Abstelltische haben die Grünröcke in den vergangenen Wochen in Eigenleistung angefertigt. Auch die Installation der neuen Anlage haben die Schützen selbst in die Hand genommen, um die Kosten möglichst niedrig zu halten. Nur für die inzwischen erfolgte Abnahme mussten Mitarbeiter der Herstellerfirma Disag ins Hühnerdorf kommen.

Mit 30.000 Euro schlug die Umrüstung zu Buche. Die Finanzierung ist gesichert, auch dank der Unterstützung von Stadt, Bürgerstiftung, Volksbank Delbrück-Hövelhof, Sparkasse Gütersloh-Rietberg und Privatleuten. Für die Schützen steht deshalb fest: Die neue Anlage ist ein Volltreffer.

Zurzeit ruhen wegen des Coronavirus’ sämtliche Vereinsaktivitäten der Westerwieher Schützen. Wenn die Krise überwunden ist, soll der Schießbetrieb wieder starten. Freitags trainiert die Jugend von 17.30 bis 19 Uhr, danach üben von 19 bis 22 Uhr die Erwachsenen. Sonntags ist von 10 bis 12 Uhr allgemeines Training. Ingo Berenbrink steht für Infos zur Verfügung: ingo.berenbrink@gmx.de

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