Stadtschützenkönig heißt Werner Kalefeld
So freut sich das neue Stadtschützenkönigspaar: Werner und Sylvia Kalefeld von der St.-Hubertus-Schützengilde Rietberg im Kreis ihrer Throngemeinschaft kurz nach dem Meisterschuss.

Obwohl der Adler vor allem in der Endphase des spannenden Schießens vor einer bedrohlichen Wolkenkulisse am Himmel mehrfach bedenklich ins Wanken kam, hielt er sich doch bis zur 259. Gewehrladung wacker auf seiner Stange. Erst dann musste er sich einem gezielten Treffer des Rietberger Schützenkönigs Werner Kalefeld geschlagen geben.

Meisterschuss wiederholt

Der 56-jährige Landwirt vom Große-Recke-Weg in Rietberg wusste wohl noch am besten, wie man es macht: Schließlich lag sein Königsschuss beim Fest der St.-Hubertus-Schützengilde nicht einmal zwei Wochen zurück. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Sylvia (38) regiert Werner Kalefeld in den kommenden zwölf Monaten also nicht nur die „Grünröcke“ aus der Emsstadt, sondern darf sich auch Stadtschützenkönig nennen.

Dritter Gilderegent auf dem Stadtthron

Kalefeld ist der dritte Gildevertreter, der bei den 23 Stadtschützenschießen seit der Premiere im Jahr 1989 die Königswürde erringen konnte. Zuletzt war das Arnim Regenberg 2001 in Westerwiehe gelungen.

Varenseller weiterhin fast uneinholbar vorne

Fast uneinholbar vorne liegen nach wie vor die gastgebenden St.-Benediktus-Schützen. Sieben Mal schon kam der Stadtschützenkönig aus Varensell. Weit abgeschlagen rangieren nach wie vor die Westerwieher auf dem letzten Platz: Bisher saß noch kein St.-Laurentius-Schütze auf dem Stadtthron. Diesen Trend konnte am Sonntagabend auch der amtierende Regent aus dem „Kükendorf“, Hermann Brüggenthies, nicht umkehren.

Bunter Paradiesvogel

Dem schillernden Paradiesvogel – von Johannes Beermann gebaut und von Amelie Altehülshorst farbenfroh angemalt – hatten die sechs angetretenen Monarchen von Anfang an arg zugesetzt.

Bunt lackierter Holzvogel.
Nur Neuenkirchens König Alfons Stüker meinte es gut mit dem Aar. Anstatt sich am Dauerbeschuss zu beteiligen, genoss Stüker lieber gemeinsam mit seiner Frau die Mittelmeersonne auf Mallorca.

Spannende Insignienjagd

Die Krone des Wappentiers fiel durch Werner Bökamp (88. Schuss). Später sicherte sich der Bokeler Regent auch noch den rechten Flügel (130. Schuss) und das mit 25 Freimarken verbundene Bierfässchen (184. Schuss). Hermann Brüggenthies traf mit 93. Kugel Blei den linken Flügel, Uwe Brameyer aus Varensell mit dem 171. Versuch das Zepter. Erst kurz vor knapp stürzte der Apfel auf die grüne Festwiese – nach einem gekonnten Treffer des Mastholter Königs Matthäus Wallach (246. Schuss).

Matthias Frenser regiert die Jungschützen

Vom Jurastudenden zum Jungschützenregenten: Diesen beachtlichen Karrieresprung hat am Sonntagabend Matthias Frenser hingelegt. Der 23-Jährige bezwang mit dem 245. Schuss um 18.26 Uhr den Holzadler und löste damit Frank Schulte-Tickmann als Jungschützenkönig ab. Frenser regiert den Varenseller Vereinsnachwuchs gemeinsam mit Anna Altehülshorst. Die 18-Jährige baut zurzeit ihr Wirtschaftsabitur am Emsberufskolleg in Rheda-Wiedenbrück. Bereits in den ersten Minuten des Vogelschießens waren die Insignien zu Boden gesegelt. Das Zepter sicherte sich Maxi Kietz (7. Schuss), die Krone Raphael Schmidtbauer (27. Schuss) und den Apfel Dominik Gieseker (31. Schuss).

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