Stadtverwaltung hat den Dreh raus
Rückzieher auf Raten: Die mehrmonatige Sperrung des Verbindungswegs, der vom Schotterparkplatz gegenüber dem „E-Center“ (Bild) bis zur Wiesenschule führt, ist aufgehoben worden. Stattdessen soll jetzt ein Drehkreuz dafür sorgen, dass nicht allzu viele Fahrradfahrer die Abkürzung zum Schulzentrum nutzen. Die Stadt will erreichen, dass sie über die Westerwieher Straße und den Torfweg fahren.

Weil Fußgänger und Radfahrer die Sperrung nicht akzeptieren wollten, ist zwischenzeitlich ein Drehkreuz installiert worden. „Größere Gruppen werden erheblich behindert, wenn sie den Schotterparkplatz gegenüber dem E-Center überqueren wollen, und nutzen jetzt doch tatsächlich wie vorgesehen den Torfweg“, erklärte Alfons Hollenhorst, Prokurist der Abteilung Planen und Bauen, in der jüngsten Bauausschusssitzung.

Verkehrsproblematik Westerwieher Straße

Die Auskunft erfolgte auf eine Anfrage der Freien Wähler nach dem aktuellen Stand der Verkehrsproblematik an der Westerwieher Straße. Das chaotische Querungsverhalten der Radfahrer soll laut Hollenhorst im Anschluss an die Vollsperrung des Radwegs, die inzwischen aufgehoben ist, erheblich zurückgegangen sein. „Wenngleich die Ursprungssituation sich deutlich verbessert hat, ist seit der Installation des Drehtors wieder ein leichter Anstieg der verkehrswidrigen Querungen zu verzeichnen“, sagte Hollenhorst.

Suche nach einer dauerhaften Lösung

Zurzeit arbeitet ein Gutachterbüro an der Entwicklung von dauerhaften Lösungsvorschlägen. Da im Bereich des Kreisverkehrs in Höhe der Feuerwehr an der Westerwieher Straße in diesen Tagen der Bau einer Radfahrerfurt vorgesehen ist, die sich positiv auf das Querungsverhalten der Radfahrer und Fußgänger auswirken soll, ist erst im Herbst mit einem entsprechenden Gutachten zu rechnen.

Auf Nachfrage von Ute Buchheim (FWG), warum dies nicht eher zu machen sei, erklärte Bürgermeister André Kuper: „Nach den baulichen Veränderungen wird eine gewisse Zeit für die Beobachtung und Auswertung der Situation benötigt.“

Anwohner klagen über Raser

Hollenhorst informierte weiterhin, dass im Einmündungsbereich Allensteiner Straße und Wiesenpfad keine weiteren verkehrsrechtlichen Maßnahmen vorgesehen seien. Die Beschwerden der Anlieger seien im Rahmen der Vorschriften der Straßenverkehrsordnung aufgegriffen und mit der Kreispolizeibehörde abgestimmt worden.

In Höhe der Einmündung „Am Wiesenpfad“ sei eine offizielle Messstelle eingerichtet worden, die in regelmäßigen Abständen besetzt sei. Nach den Erkenntnissen des Kreises Gütersloh habe sich das Fahrverhalten dadurch deutlich verändert. Inzwischen gebe es erheblich weniger Geschwindigkeitsverstöße als in der Vergangenheit.

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