Straßenlaternen nur noch mit LED-Technik
Bei der Straßenbeleuchtung wollen die Rietberger nicht hinterm Mond leben. Statt Quecksilberdampf kommen nur noch LEDs zum Einsatz.

Diesen Grundsatzbeschluss fasste der Bau-, Planungs- und Verkehrsausschuss ohne Gegenstimmen. Die Politiker folgten damit einem Vorschlag von Bürgermeister André Kuper. Er hatte angeregt, bei anstehenden Neubau- oder Sanierungsmaßnahmen an Straßen innerhalb geschlossener Ortslagen flächendeckend auf LED-Technik umzusatteln. „Es macht wenig Sinn, noch auf die herkömmliche Straßenbeleuchtungstechnologie zu setzen“, erklärte Kuper.

„Kommunen in neuem Licht“

Er wies darauf hin, dass die Emsstadt im Rahmen des Forschungswettbewerbs „Kommunen in neuem Licht“ Bundesmittel für den Austausch der Beleuchtungsmittel im Stadtkern erhalten habe. Insbesondere der Umwelt zuliebe sollten die energieeffizienten LED-Lampen künftig im allen Rietberger Ortsteilen zum Einsatz kommen. „Die Umrüstung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur energieautonomen Kommune im Jahr 2030“, sagte der Bürgermeister.

Technik bringt viele Vorteile

Torsten Hünermund vom LED-Hersteller Philips erläuterte in der Sitzung die Vorteile der neuen Technik. Um 70 Prozent geringere Energiekosten im Vergleich zu herkömmlichen Quecksilberdampfleuchten seien bei LEDs keine Seltenheit, versprach Hünermund. Die vergleichsweise hohen Anschaffungskosten würden sich dank des niedrigeren Energiebedarfs in spätestens 9,8 Jahren bezahlt machen. Die Lebensdauer von LEDs betrage zurzeit 50.000 Stunden. In Deutschland gebe es 9,1 Millionen Straßenlaternen, die meisten davon seien älter als 30 Jahre.

Einstimmiger Beschluss

Weil sich die LED-Technik stetig weiterentwickele, riet Torsten Hünermund zu Laternen mit austauschbaren Leuchtmodulen. So könnten in ferner Zukunft in die Jahre gekommene LEDs gegen noch effizientere Modelle ausgetauscht werden. Das Modulsystem habe eine weiteren Vorteil: Bei Sanierungen bestehender Straßenlaternen müsse nicht zwangsläufig der komplette Mast ausgewechselt werden. In vielen Fällen reiche es, den Leuchtenkopf zu ersetzen, was eine Menge Geld spare. Der Fachausschuss beschloss einstimmig, künftig nur noch LEDs anzuschaffen.

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