Sunder erliegt süßer Versuchung
Bild: Sudbrock
Kalorienbombe: Monika Kuper, Dr. Jacek Sakowski und Konrad Oesselke (v. l.) vom Komitee Rietberg/Glogówek verwöhnten die Stoppelmarkt-Bummler mit schlesischen Kuchenkreationen.
Bild: Sudbrock

Erstmals hatte die Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) Rathausstraße den Stoppelmarkt mit einem Bürger- und Vereinetag kombiniert. Die Programmergänzung erwies sich als Glücksgriff, denn die örtlichen Vereine bereicherten die Veranstaltungsmeile im Herzen der Rietberger Altstadt mit ihren Ständen auf vielfältige Weise.

Kalorienbomben am laufenden Band 

Unter dem regenabweisenden Pavillondach des Städtepartnerschaftskomitees Rietberg/Glogówek (Oberglogau) erlag Bürgermeister Andreas Sunder einer süßen Versuchung der besonderen Art: Vereinsvorsitzende Monika Kuper hatte in der heimischen Küche im Vorfeld des Stoppelmarkts vier goldbraune Exemplare ihres legendären Käsekuchens nach schlesischem Originalrezept gebacken. Die Konditorkunstwerke der im wahrsten Wortsinn „rührigen“ Komiteechefin fanden am Sonntag reißenden Absatz. Auch Bürgermeister Sunder konnte nicht „nein“ sagen und genoss „Monikas Besten“ mit Schlagsahne und roter Grütze. Fleißig gebacken hatten aber auch weitere Vereinsmitglieder, so dass es am Stand der deutsch-polnischen Städteverbindung auch Mohn-, Streusel-, Apfel- und Pflaumenkuchen gab.

Wer bei so vielen Kalorien etwas zum Nachspülen brauchte, wurde einige Meter weiter an der Holzhütte des Städtekomitees Rietberg/Ribérac fündig. Vorsitzender Bernhard Altehülshorst und seine Mitstreiter servierten edle Rebensäfte aus verschiedenen französischen Anbaugebieten. Als Zugabe obendrauf gab es wissenswerte Hintergrundinformationen über die Kleinstadt in der Dordogne, mit der Rietberg seit mehr als 30 Jahren eine enge Partnerschaft pflegt.

Wahlweise mit Speck oder Rosinen

Satt konnte man am Sonntag auch an anderen ehrenamtlich betriebenen Ständen werden: Die Stadtführer um Marlis Rupprath verwöhnten die Besucher mit Püfferchen nach Großmutters Rezept, wahlweise mit Speck oder Rosinen verfeinert. „Strammen Max“ auf die Hand gab es bei den Landfrauen. Zu Kaffee und Kuchen luden die Katholische Frauengemeinschaft und die Messdiener der Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist ein.

Schnatter-Regatta auf der Ems

Hoch im Kurs standen beim Stoppelmarkt aber nicht nur die von Vereinen und Gastronomen kredenzten kulinarischen Köstlichkeiten. Garantiert nicht essbar und trotzdem beliebt waren am Sonntag die 2500 mit Startnummern versehenen Plastikenten, die die Bürgerstiftung Rietberg gegen Abend zu Wasser ließ. Zuvor konnten sich die Innenstadtbummler für drei Euro pro Stück ihr persönliches Exemplar sichern. Die 56 Enten, die den Emsabschnitt zwischen Jugendwerk-Brücke und Rathausstraße am schnellsten absolvierten, bescherten ihren Besitzern einen der ausgelobten Gewinne. Unter anderem standen eine Reise für zwei ins Zillertal, eine Fahrt im Heißluftballon und mehrere Fahrräder auf dem Spiel. „Der Erlös der zweiten Schnatter-Regatta kommt erneut den gemeinnützigen Aktivitäten der Bürgerstiftung zugute“, erläuterte Heike Pauleikhoff. Zum Stadtjubiläum 2014 feierte das Entenrennen auf der Ems Premiere.

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