Täuschend echtes Manöver in Mastholte
Bild: Eickhoff

160 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Deutschen Roten Kreuz (DRK) haben auf dem Gelände der HGM-Zargenwerks an der Westenholzer Straße in Mastholte den Ernstfall geprobt.

Bild: Eickhoff

Bürgermeister Andreas Sunder, Stadtbrandinspektor Matthias Setter, Firmenchef Heinz Grauthoff und Kreisbrandmeister Dietmar Holtkemper verfolgten die Übung zusammen mit den Mitgliedern der Ehrenabteilung. Holtkemper ist im Hauptberuf Geschäftsführer der Grauthoff-Grundstücke-GmbH und hatte die vorbereitenden Arbeiten unterstützt. Seinen Angaben zufolge hatte das Unternehmen rund 500 000 Euro in den Brandschutz investiert.

Ausgearbeitet hatte die Übung Christian Niermann, in Personalunion stellvertretender Löschzugführer und stellvertretender Feuerwehrchef der Emsstadt, zusammen mit Mastholtes Löschzugführer Günther Poll. Niermann fungierte während der Übung auch als Einsatzleiter.

Durch den simulierten Brand, so die Planungen, wurden 16 Personen in der Werkhalle, der Verwaltung sowie auf dem Tankstellengelände verletzt. Gemimt wurden die Opfer von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr. Zwei Arbeiter retteten sich auf das Dach des Verwaltungsgebäudes und mussten mit der Drehleiter auf den Boden zurückgeholt werden. Insgesamt rüsteten sich zwei dutzend Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten aus. Neben den drei Löschzügen Rietberg, Mastholte und Neuenkirchen nahm auch der Löschzug Westenholz (Delbrück) an der Übung teil. Er verfügt über einen absetzbaren Wassercontainer mit 5000 Litern Wasser.

Trotz der Randlage zum Kreis Paderborn sei die Wasserversorgung im Ernstfall durchaus leistungsstark, erläuterte Niermann. Auf dem 60 000 Quadratmeter großen Firmengelände, das etwa zur Hälfte bebaut ist, befinden sich drei Löschwasserpumpen.

Ziel der Übung war für die Feuerwehr, das nach der Übernahme veränderte Gebäude kennenzulernen. Die Gruppe für realistische Unfalldarstellung aus Hövelhof hatte die Verletzten geschminkt und das Gebäude mit Disconebel verraucht, um möglichst realistische Bedingungen zu schaffen. Insgesamt zeigte sich Niermann bei der anschließenden Manöverkritik zufrieden mit dem Verlauf. Heinz Grauthoff dankte den Aktiven und gab zu bedenken: „Was nutzen die tollsten Autos, wenn sie nicht durch Feuerwehrleute bedient werden?“

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