Telekom arbeitet am schnellen Internet
Josef Breuers (l.), Breitbandbeauftragter im Festnetz der Deutschen Telekom, und Rüdiger Ropinski, Leiter der Abteilung Räumliche Planung der Stadtverwaltung Rietberg, zeigen das Muster eines Glasfaserkabels.

Im Januar soll dann Schluss sein mit dem Surfen im Schneckentempo, heißt es aus dem Rietberger Rathaus.In Bokel müssen auf einer Länge von etwa 1000 Metern neue Kabel gezogen werden. Auf weiteren 4200 Metern werden Kabel per Druckluft in bereits bestehende Schächte, Rohre oder Kanäle getrieben. In Druffel sind 4500 Meter Kabel zu ziehen, in Westerwiehe etwa 7,6 Kilometer.

Dabei sorgt die Deutsche Telekom, von der Stadt Rietberg beauftragt, bereits vor: Das eigentliche Glasfaserkabel benötigt nur wenig Raum in dem etwa acht Zentimeter breiten Rohr. Zusätzliche noch leere Kanäle innerhalb dieses Rohrs erlauben künftig die Platzierung von weiteren Kabeln, um die Technik eventuell aufzurüsten, und zwar ohne weitere aufwändige Tiefbauarbeiten.

Die Glasfaserkabel müssen bis zu den Kabelverzweigern in den Stadtteilen verlegt werden. Zehn dieser grauen Kästen am Straßenrand (sechs in Westerwiehe, drei in Bokel, einer in Druffel) werden zu so genannten Multifunktionsgehäusen aufgerüstet, um die neue Technik zu fassen. „Mehr sind nicht nötig“, erklärte Diplom-Ingenieur Josef Breuers, Breitbandbeauftragter im Festnetz der Deutschen Telekom.

Aktuell werden zunächst die drei Stadtteile Bokel, Druffel und Westerwiehe ausgebaut, weil dort die Übertragungsraten nachweislich am schlechtesten sind. Ein 75-prozentiger Zuschuss aus Landes- und EU-Mitteln hilft, eine Deckungslücke der Telekom zu schließen, damit diese den leitungsgebundenen Netzausbau kostendeckend durchführen kann. Bewilligt sind Mittel in Höhe von rund 172.000 Euro.

Der Vertrag mit der Stadt Rietberg lässt der Telekom Zeit für die Fertigstellung des Ausbaus bis Januar 2016. Bürgermeister Andreas Sunder: „Ich freue mich über jeden Tag, den wir eher fertig werden und der Stau auf der Datenautobahn ein Ende findet.“ Für die Bürger ändert sich aus baulicher Sicht nichts: Sie empfangen ihre Internetsignale weiterhin über die Telefonleitung. Die Telekom bietet weiterhin einen offenen Netzzugang an, so dass die Nutzer ihren Internetanbieter frei wählen können.

SOCIAL BOOKMARKS