Theatermode aus Draht und Papier
Bild: Vredenburg
Bild: Vredenburg

Dieser wird von der Jugend-Musical-Bühne-Rietberg Ende Mai aufgeführt. Das Besondere an dem neuen Schulfach: Es gibt keine Noten. Kunstlehrerin Barbara Möllers, die mit ihren Neunern an der Bühnenkulisse und an den Mauern des Palasts arbeitet, sagte im Gespräch mit der „Glocke“: „Die talentierten Jungen und Mädchen sind vom normalen Kunstunterricht freigestellt. Sie engagieren sich freiwillig und entwickeln auch ohne Noten eine ungeheure Kreativität und Eigenständigkeit“.

Skuril ist gut

 Und das, obwohl sie nacharbeiten müssen, was sie im normalen Kunstunterricht versäumen. „Das nehmen sie gern in Kauf, denn sie wollen ein Teil der Jugend-Musical-Bühne Rietberg sein“, sagte Barbara Möllers. Zwei Zehnerkurse arbeiten an verrückten Kostümen, die – eingebettet in die Aida-Aufführung – im Rahmen einer Modenschau bei der Tochter des Pharaos gezeigt werden. Unter dem Motto „je skurriler, desto besser“, fertigen die Mädchen und Jungen aus ganz normalem Hasendraht und Papierzellstoff tragbare Kleiderskulpturen und überdimensionierte Accessoires. Bei der Gestaltung der Modelle lässt ihnen Kursleiterin Judith Büker, die bei einer Papierkünstlerin studiert hat, vollkommen freie Hand: „Sie gehen sehr aufgeschlossen an das Material heran, entdecken die Möglichkeiten, es zu modellieren und entwickeln daraus ganz eigene Phantasien“. Nach dem Trocknen entstehen auf der Oberfläche der Mode-Kunstwerke effektvolle Strukturen, die nicht bemalt werden, sondern weiß bleiben sollen. Unter den Skulpturkleidern tragen die Schüler bei der Modenschau Schwarz, um einen möglichst harten Kontrast zu schaffen. Büker: „Ganz bestimmt ein optisches Highlight vor dem intensiven Blau der Palastmauern“.

Premiere Ende Mai

Die jungen Kreativen freuen sich schon jetzt darauf, ihre kunstvollen Werke am letzten Maiwochenende präsentieren zu können. „Aida“ wird an vier Abenden vom 26. bis 29. Mai von der Jugend-Musical-Bühne Rietberg unter der Leitung von Paul-Leo Leenen in der Cultura aufgeführt. Insgesamt 2000 Besucher werden im Rundtheater erwartet. Karten gibt es im Bürgerbüro der Stadt; Schüler zahlen sechs, Erwachsene zwölf Euro.

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