Tierpark: Babyglück kommt gleich fünffach
Bild: Schulte-Nölle
Sie sind unglaublich niedlich – und allesamt weiß: Im Tierpark Nadermann sind vor genau zwei Wochen fünf Tiger zur Welt gekommen. Die kleinen Racker haben sich bereits gut entwickelt, sind gesund und präsentieren sich wohlgenährt.
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Und die sind nicht nur allesamt weiß. Ihr Wiegenfest fällt auch auf das des Tierparkbegründers Bernhard Nadermann. 94 Jahre alt wäre er am 3. August geworden. „Und er hätte sich garantiert über diesen besonderen Wurf gefreut“, sagt sein Sohn und Nachfolger im Führungsamt, Reinhold Nadermann.

Mit sechs bis acht Wochen sind die Tiger aus dem Gröbsten raus

Noch sind die fünf Babyraubtiere recht tapsig unterwegs. Schließlich haben sich ihre Augen erst vor kurzem geöffnet, und bis sie richtig sehen können, wird es noch dauern. Auch die Entwicklung des Gehörs ist nicht abgeschlossen. Da wundert es nicht, dass die Mutter – sie trägt ebenfalls ein auffällig helles Fellkleid – nur mit einem besonders schmackhaften Stück Fleisch dazu bewegt werden kann, ihre Jungen allein zu lassen, damit die Tierpfleger das Gehege säubern können.

„Erst mit sechs bis acht Wochen ist der Nachwuchs aus dem Gröbsten raus“, weiß der Nadermann-Chef. Ob die drei Katzen und zwei Kater sämtlich diese kritische Zeit überleben werden, ist ungewiss. Doch die Chancen stehen zumindest augenscheinlich gut, denn die Racker haben sich bislang prächtig entwickelt, sind gesund und präsentieren sich wohlgenährt. Auf einen Namen müssen die niedlichen Minitiger derweil vorerst verzichten. Der werde ihnen erst verliehen, wenn sie gechipt sind und damit eine individuelle Erkennungsnummer erhalten haben, erklärt Reinhold Nadermann. Bis dahin werden jedoch noch vier bis fünf Wochen ins Land gehen.

Nachwuchs war nicht geplant

Für die Elterntiere – das Männchen ist seit 2011, das Weibchen seit 2015 bei Nadermanns zuhause – ist es der erste gemeinsame Nachwuchs. Geplant gewesen sei der folgenreiche Akt nicht, verrät Reinhold Nadermann mit einem Augenzwinkern. Schließlich sei es seinem Team und ihm schon lieber, wenn es bereits vor der Geburt gelingt, die Jungen in einen anderen Tierpark oder Zoo zu vermitteln. Doch die Natur sei einfach schneller gewesen als alle Versuche, das liebestrunkene Paar noch eine Weile auseinanderzuhalten. Dem Optimismus, schon bald eine geeignete Heimstätte für die Rasselbande zu finden, tut das aber keinen Abbruch. Schließlich hat die Vermittlung für zwei der kleinen Tiger schon geklappt: Sie ziehen zu einem späteren Zeitpunkt nach Ungarn um.

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