Tierschützer: Mehr Katzen kastrieren
Bild: Tiemann
Gabriele Khella (l.) und Gisela Thiesmann setzten sich dafür ein, dass freilaufende Katzen kastriert werden.
Bild: Tiemann

Vier Landwirte aus Mastholte-Süd haben sich jetzt zusammengeschlossen und gehen mit gutem Beispiel voran: 27 Samtpfoten sind binnen drei Wochen eingefangen und kastriert worden. Alle Katzen liefen frei von Hof zu Hof. Gisela Thiesmann aus Mastholte-Süd und ihre Mitstreiter wollten nicht länger mit ansehen, wie sich die Tiere unkontrolliert vermehren. „Es gibt schon viel zu viele Katzen. Was soll mit ihnen passieren? Einige sind sich selbst überlassen, weil sich niemand zuständig fühlt.“

Gisela Thiesmann und weitere Landwirte haben die großangelegte Kastration gemeinsam mit der Tierschutzorganisation „Aktion Tier“ geplant. Das Geld für die kleine Operation kam aus Spendengeldern zusammen. Gabriele Khella aus Rietberg gehört dieser Organisation an und ist begeistert darüber, was die Mastholter auf die Beine gestellt haben: „Das ist ein leuchtendes Beispiel. Ich würde mir wünschen, dass auch andere so verantwortungsbewusst mit dem Thema umgehen würden.“ Erstens habe sich längst nicht überall herumgesprochen, dass die Stadt die Kastrationspflicht eingeführt hat, und zweitens sei es einigen Katzenbesitzern leider schlichtweg egal, was ihre Vierbeiner während des Freigangs so treiben.

Speziell in ländlichen Gegenden gebe es ein großes Katzenproblem, sagt Gabriele Khella. Kaum jemand könne da den Überblick über streunende Katzen behalten. Als Tierschützerin blute ihr das Herz, wenn sie daran denke, dass viele Tiere einfach verwahrlosen, weil sich niemand um sie kümmert. „Wenn jeder der Kastrationspflicht nachkäme, dann hätten wir diese Probleme gar nicht.“ Auch die Stadt Rietberg kostet das Katzenproblem jährlich bis zu 10 000 Euro. Aufgefundene Katzen werden zum Pferdeschutzhof nach Rheda-Wiedenbrück gebracht und auf Kosten der Kommune kastriert

SOCIAL BOOKMARKS