Tragende Säule der Integrationsarbeit

Die jungen Tänzerinnen der Ditib-Moschee sorgten mit schwungvollen Darbietungen für Stimmung.

Das „Fest der Kulturen“ sei längst eine tragende Säule der Integrationsarbeit, sagte Bohnenkamp. Er erinnerte an die Zeit des Wirtschaftswunders, als die ersten türkischen Gastarbeiter nach Rietberg kamen und sich einheimische Familien fanden, um Integrationsarbeit zu leisten, denn „die Probleme waren nicht klein“. Es sei ein mühsamer, aber lohnender gewesen. „Inzwischen leben 4000 Menschen aus unterschiedlichen Kulturen in Rietberg und bereichern unsere Stadt“, sagte Werner Bohnenkamp.

Gelungenes Miteinander

Neuenkirchens Ortsvorsteherin Bärbel Diekhans freute sich über das gelungene Miteinander und stellte fest: „Das gemeinsame Leben in unserem Dorf funktioniert.“ Die Zusammenarbeit der türkischen, polnischen, russischen und deutschen Kooperationspartner, die das Fest gemeinsam vorbereitet haben, sei eng und freundschaftlich.

Für das musikalische Rahmenprogramm zeichneten beim „Fest der Kulturen“ die Band der Gemeinschaftshauptschule Rietberg, Saz-Spieler Mohammed Korcun, der Chor „Russkaja Duscha“ und der Frauenchor „Takt Elles“ verantwortlich.

Elternleitfaden „Mein Kind auf dem Weg in den Beruf“

Darüber hinaus gab es sehenswerte Tanzvorführungen, kulinarische Köstlichkeiten aus den verschiedenen Herkunftsländern und wissenswerte Informationen. Fatma Yüksel etwa stellte den bundesweit einzigartigen Elternleitfaden „Mein Kind auf dem Weg in den Beruf“ vor, der von der Kreisschulpflegschaft Gütersloh in deutscher, türkischer und russischer Sprache entwickelt wurde. „Der Leitfaden wird gut angenommen, daher wollen wir versuchen, ihn auf Landesebene herauszubringen“, sagte die Vorsitzende der Kreisschulpflegschaft, Edith Mathmann. Der angekündigte Kinderflohmarkt rund um die Alte Volksschule, zu dem sich 25 Familien angemeldet hatten, fand aufgrund des unbeständigen Wetters nicht statt.

Kulturelle Unterschiede

Unter dem Thema „Frauen früher und heute“ präsentierte die deutsch-türkische Kontaktgruppe zusammen mit den Mitgliedern des Heimatvereins und der Ditib-Gemeinde eine Ausstellung, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Sprachen aufzeigte. Die Chorgemeinschaft Neuenkirchen lud zu einem Sägespiel ein, die Hospizgruppe Rietberg-Neuenkirchen stellte ihre Arbeit vor.

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