Turnhalle besteht Bewährungsprobe
Bild: Grujic
„Wirklich schön“: Das Urteil der Erstklässler, die am Montagmorgen die grundsanierte Sporthalle am Diekamp in Neuenkirchen gemeinsam mit ihrer Lehrerin Ulrike Drewel in Betrieb nahmen, fiel eindeutig aus.
Bild: Grujic

Vom Ergebnis der fast 14-monatigen Sanierungsmaßnahme überzeugten sich am Montag auch Bürgermeister Andreas Sunder und Neuenkirchens Ortsvorsteherin Bärbel Diekhans. Beide verbinden Kindheits- und Jugenderinnerungen mit der Halle, die vor 45 Jahren in Betrieb genommen wurde. Sunder feierte in jungen Jahren als Leistungsschwimmer von TuS Viktoria Rietberg im damals angegliederten Hallenbad sportliche Erfolge. Bärbel Diekhans, die in Westerwiehe aufwuchs, wurde gemeinsam mit ihren Klassenkameraden alle 14 Tage per Bus zum Turnunterricht nach Neuenkirchen gefahren, denn eine Sporthalle gab es im benachbarten Kükendorf damals noch nicht.

Ortsvorsteherin mit Turnschuhen im Gepäck

Bei der offiziellen Inbetriebnahme der Halle am Montagmorgen hatte die Ortsvorsteherin und CDU-Ratsfrau ihre Sportschuhe „rein prophylaktisch“ wieder dabei, doch zum Einsatz kamen sie nicht. Das wird am Samstag, 25. Oktober, sicherlich anders werden, wenn der Sportverein TuS Westfalia Neuenkirchen die frisch renovierte Halle am Diekamp mit einem Spiel- und Turnfest für Kinder und Erwachsene der interessierten Öffentlichkeit vorstellt. Bewegungsspiele für Klein und Groß stehen den gesamten Nachmittag über bei freiem Eintritt auf dem Programm. Bürgermeister Andreas Sunder und Bärbel Diekhans geben um 14.30 Uhr den Startschuss für das bunte Treiben.

Die erste Bewährungsprobe am Montag hat die grundsanierte Turnhalle bestens gemeistert. Die Erstklässler um Sportlehrerin Ulrike Drewel und Schulleiterin Christel Lehmeier-Plotzky nahmen eine Schulstunde lang die mit 380 Quadratmetern deutlich größere der beiden Hallen in Beschlag, flitzten was das Zeug hielt über den roten Spezialboden und hatten dabei ihre helle Freude.

1200 Quadratmeter Gesamtnutzfläche

Der Gebäudeteil, in dem bis vor gut einem Jahr das Kleinschwimmbad zu finden war, ist im Zuge der Sanierung in eine Gymnastikhalle mit einer Nutzfläche von 270 Quadratmetern umgewandelt worden. Das Becken wurde verfüllt. Vier Sammelumkleiden, Duschen, WCs und Nebenzimmer komplettieren das Raumprogramm des Turnhallentrakts, der insgesamt über 1200 Quadratmeter Nutzfläche verfügt.

Baukosten betragen 2,2 Millionen Euro

Völlig entkernt worden ist der ehemalige Turn- und Schwimmhallenkomplex unweit des früheren Feuerwehrgerätehauses im Rahmen der 14-monatigen Umbauphase. Weder innen noch von außen deutet etwas darauf hin, dass das für 2,2 Millionen Euro sanierte „Bewegungszentrum“ schon mehr als 45 Jahre auf dem Buckel hat. Nicht nur die Optik, auch die Technik ist auf der Höhe der Zeit: Die Klettergerüste fahren auf Knopfdruck herunter, die Fenster öffnen sich automatisch und das Licht schaltet sich ein, sobald jemand die Räume betritt. Die integrierte Musikanlage spielt Hits vom mitgebrachten Smartphone oder MP3-Player.

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