Turnhalle für Flüchtlinge vorbereitet
Neben dem Eingang der Emsturnhalle steht seit Montag ein Sanitärcontainer.

Alles hängt nun davon ab, wie sich die Zuweisungszahlen weiter entwickeln. „Ich hoffe sehr, dass wir die Emsturnhalle erst im Januar brauchen“, sagt Bürgermeister Andreas Sunder. Er hatte die Vereinsvertreter sowie die Schulleitungen bereits schriftlich informiert. Bis auf Weiteres können alle Gruppen die Halle jedoch wie gewohnt nutzen. „Mir ist bewusst, dass besonders die Karnevalsvereine mit ihren Tanzgruppen derzeit sehr intensiv trainieren. Ich wünsche mir, dass sie das so lange wie irgendwie möglich fortführen können“, sagte Sunder. Trotzdem wolle man vorbereitet sein.

Am Montag ist daher der Parkplatz vor der Emsturnhalle gesperrt worden, weil Dusch- und Toilettencontainer geliefert und aufgebaut worden sind. 48 Menschen werden in der Emsturnhalle einen Schlafplatz finden – zu viele für die vorhandenen Sanitäranlagen.

Schon vor Wochen hatte die Stadtverwaltung eine Reihenfolge festgelegt, die besagt, welche Sportstätte als nächste als Notunterkunft hergerichtet werden muss. Die Emsturnhalle ist nach Westerwiehe und Mastholte das dritte Gebäude seiner Art, das Menschen ein Obdach bietet. „Ginge es nach uns, würden wir sie allen Flüchtlingen eine Wohnung anbieten.“ Doch es bleibt leider dabei, dass wir regulären Wohnraum nicht annähernd so schnell schaffen, kaufen oder anmieten können, wie die Menschen zu uns kommen“, sagt Bürgermeister Sunder. Daher würden die Sporthallen als Puffer zunächst noch gebraucht

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