Umbruch überall in Neuenkirchen spürbar
Bild: Vredenburg
Kleines Juwel: Mit einem Fest der Farben wurde Stadlers Garten in Neuenkirchen vor zwei Jahren für die Öffentlichkeit freigegeben. In Pastors Garten soll sich das grüne Band demnächst fortsetzen.
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Hierfür stehen im laufenden Jahr 570 000 Euro und 2020 weitere 300 000 Euro bereit. Die Maßnahme werde nach jetzigem Kenntnisstand mit 778 000 Euro vom Land bezuschusst, teilte Stadtverbandsvorsitzender Christian Brockschnieder beim Neujahrsempfang der Christdemokraten in der Alten Volksschule mit. Dass für Projekte wie diese überhaupt Fördergelder fließen, sei Ortsvorsteherin Bärbel Diekhans zu verdanken, denn sie habe vor sieben Jahren das Integrierte Handlungskonzept für Neuenkirchen angestoßen. Das Programm enthält zuwendungs- fähige Ausgaben in Höhe von rund 3,4 Millionen Euro bei Aussicht auf eine 70-prozentige Förderung.

Zahlreiche Investitionen

Brockschnieder listete weitere Investitionen für das Wapeldorf auf, die im kommunalen Haushaltsplan 2019 verbucht sind – diese allerdings ohne Chance auf Subventionen. Dazu gehören eine Behindertenrampe für die Villa Kemper (5000 Euro), ein Sonnenschutz für die Sporthalle am Diekamp (50 000 Euro), der Bau eines städtischen Parkplatzes auf dem Areal des ehemaligen Tennisplatzes (75 000 Euro) und der Abriss des Körkemeier-Hauses (75 000 Euro). Für den Um- oder Neubau des Sportheims seien zunächst 100 000 Euro an Planungskosten veranschlagt. „Neuenkirchen ist ein lebens- und liebenswerter Ort in einem Prozess des Umbruchs, den ich äußerst positiv finde. Neuenkichen ist eine kleine Blaupause für die anderen Ortsteile. Das ist eine Kehrtwende, denn das war früher anders“, resümierte CDU-Fraktionschef Marco Talarico.

Kunstrasenplatz noch immer nicht komplett

Stadtsportverbandsvorsitzender Meinold Hillemeier informierte die Runde darüber, dass hinter das im Herbst fertiggestellte Kunstrasenplatz-Projekt noch immer kein abschließender Haken gesetzt werden könne. Zum einen hätten sich die Nacharbeiten verzögert. „Zum anderen warten wir seit Monaten auf einen Vertrag für die Pflege des Platzes, die wir in Eigenregie erbringen wollen“, führte Hillemeier aus. Dafür benötige der TuS Westfalia jedoch einen Schlepper für die Dreiecksmatte, die den Rasen bürstet, einen Laubbläser und einen Aufsitzmäher – „und das eigentlich schon seit drei Monaten. Denn wenn die Pflege aussetzt, ist das schlecht“, machte er deutlich.

Die Stadt habe den Etat, den der TuS Westfalia für die notwendigen Anschaffungen ermittelt hat, als zu teuer bezeichnet, aber bislang keinen Gegenvorschlag unterbreitet, kritisierte Meinold Hillemeier.

Positiv hingegen sei, dass der Kunstrasenplatz inzwischen auch von den Vereinen aus Bokel, Mastholte und Westerwiehe genutzt werde und auch die Fußballer in Druffel und Rietberg freie Trainingszeiten angefragt hätten. „Am meisten freut mich das Interesse von Viktoria Rietberg, die im Vorfeld gesagt haben, dass sie mit ihrem Hybridrasenplatz rundum versorgt seien“, gestand Hillemeier. Für das nächste Jahr kündigte der Chef des Stadtsportverbands an, über den anstehenden Um- oder Neubau des Sportheims zu berichten. Denn: „Das ist eine andere Baustelle, die ebenfalls schon lange parallel läuft.“

Fest der Kulturen neu beleben

Elisabeth Kentrup, Vorsitzende der Caritas-Konferenz Neuenkirchen, informierte über ihre Arbeit in der Flüchtlingshilfe und regte an, das vor einigen Jahren eingeschlafene Fest der Kulturen neu aufleben zu lassen. „Das würde ein sehr buntes Fest, denn jetzt haben wir wirklich ganz viele Kulturen in Neuenkirchen.“

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