Umgestaltung betrifft auch die Jecken
Der Marktplatz soll nach den Entwürfen abgebunden werden. Dadurch würden 19 Parkplätze entfallen. Außerdem wäre die Zufahrt für Autos von der Rathausstraße zum Bolzenmarkt oder in die Rügenstraße dann nicht mehr möglich.

Wird das Konzept „Neue Mitte“, das jüngst im Bau-, Planungs- und Verkehrsausschuss vorgestellt wurde („Die Glocke“ berichtete), tatsächlich umgesetzt, entfallen durch die Abbindung des Areals zwischen Rathausstraße und Pfarrheim 19 Parkplätze.

Umleitung der Verkehrsströme möglich

Darüber hinaus ist die Zufahrt für Autos von der Rathausstraße zum Bolzenmarkt oder in die Rügenstraße dann nicht mehr möglich. Durch die angedachte Umlenkung des Verkehrs über den Klingenhagen in die Rügenstraße und von dort zwischen Pfarrheim und Verwaltungsgebäude in die Klosterstraße müsste überdies der erst vor drei Jahren von Pfarrer Andreas Zander eingesegnete Maibaum – für den eigens ein neues Fundament gegossen worden ist – erneut umziehen.

„Zurzeit läuft eine Untersuchung, um die Verkehrsströme zwischen Rathaus- und Rügenstraße zu ermitteln“, informierte der Bürgermeister. Die Maßnahme sei vor dem Hintergrund der Frage wichtig, ob der neue Platz komplett oder nur teilweise abgebunden werden soll. Landschaftsarchitekt Jürgen Edenfeld, der den Planungsstand präsentierte, gab zu bedenken, dass der Neubau des Verwaltungsgebäudes, das die Katholische Kirchengemeinde am Standort des Pfarrheims plant – die laut Stellplatzsatzung nachzuweisenden Parkplätze sollen in Pastors Garten geschaffen werden – Auswirkungen auf den Karneval haben wird. „Der Aufbauplan der Festzelte mit Fluchtweg über den Parkplatz des Pfarrheims kann dann nicht mehr funktionieren. Hier wird man neu denken müssen“, sagte Edenfeld.

Rathausstraße während Baumaßnahmen voll gesperrt

 Der Gesamtentwurf gliedert sich in mehrere Bauabschnitte. Die Umgestaltung des Rathausvorplatzes in eine Mischverkehrsfläche für Fußgänger, Radfahrer und Fahrzeuge ist bereits für kommenden Juni angedacht. „Die Maßnahme wird etwa zweieinhalb Monate dauern. Die Rathausstraße muss in dieser Zeit voll gesperrt werden“, teilte Rüdiger Ropinski von der Verwaltung mit. Im Anschluss daran solle der Umbau des Bolzenmarkts folgen.

Für beide Bauabschnitte liegen bereits Förderbescheide vor. „Die Gelder müssen bis spätestens Ende 2020 schlussabgerechnet sein“, sagte Ropinski auf Nachfrage von Rechtsanwalt Hermann Kloock, der wissen wollte, warum die Stadt für eine so große städtebauliche Maßnahme keinen gesetzlich vorgeschriebenen Bebauungsplan aufstellt.

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