Untersuchungen noch nicht abgeschlossen
Bild: Tiemann
Die Leiche wird am Mittwochabend vom Bestatter abgeholt.
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Ihr Ehemann hatte gestanden sie umgebracht und in der Garage der gemeinsamen Wohnung einbetoniert zu haben.

Am Mittwochabend wurde die Tote vom Bestatter abgeholt. Die Obduktion der Leiche erfolgte laut einer Mitteilung der Mordkommission, Staatsanwaltschaft und Polizei noch am Mittwochabend. Um die Todesursache festzustellen, werde es im Laufe der kommenden Woche weitere Untersuchungen geben, hieß es im Bericht.

Der Mann hatte die Frau nach eigenen Angaben erstickt und dann in einer Arbeitsgrube der zum Haus des Ehepaares gehörenden Doppelgarage einbetoniert.

Schwierige Bergung

Die Bergung am Rapsweg gestaltete sich äußerst schwierig. Der ursprüngliche Plan, den leblosen Körper nicht freizulegen, sondern ein ganzes Betonteil in die Gerichtsmedizin zu transportieren, musste die Polizei wieder verwerfen. Stattdessen waren am Mittwoch den ganzen Tag über Spurensicherung und Gerichtsmediziner zugegen, um die Leiche am Fundort zu untersuchen und sich Stück für Stück durch den Beton voranzuarbeiten.

Bereits am Vormittag war ein Abbruchunternehmen angerückt und hatte sich mit schwerem Gerät daran gemacht, die Leiche freizulegen. Erst am Abend konnte der Bestatter die tote Frau dann mitnehmen.

Leiche in Inspektionsgrube einbetoniert

Inzwischen ist auch klar, wie der tatverdächtige Westerwieher seine Frau unbemerkt einbetonieren konnte: In seiner Garage verfügte er über eine so genannte Inspektionsgrube, wie man sie auch aus Autowerkstätten kennt. Sie war 192 Zentimeter lang, 102 Zentimeter breit und 146 Zentimeter tief – groß genug, um einen menschlichen Körper hineinzulegen.

„Er hat sie in die Grube geschafft und anschließend eine Schicht Beton darüber gegossen“, sagte der Leiter der Mordkommission „Raps“, Markus Mertens. Allerdings habe der mutmaßliche Mörder nicht das ganze Loch bis oben hin zugeschüttet, sondern nur einen Teil, so dass die Grube nicht mehr ganz so tief war wie vorher.

„Ohne das Geständnis des Verdächtigen hätten wir monatelang nach der Leiche suchen können“, räumte Mertens ein. Er sagte, früher oder später wären die Ermittler sicherlich auf das Loch in der Garage gestoßen, aber „so weit waren wir mit unseren Untersuchungen noch nicht, als das Geständnis kam“.

Mann will seine Frau auf ihr Verlangen hin getötet haben

Unterdessen hat der weiter in Haft sitzende Ehemann über seinen Rechtsanwalt Dr. Holger Rostek verlauten lassen, er habe seine Frau auf ihr Verlangen hin getötet, weil sie lungenkrank war. Inwieweit diese Behauptung zutrifft, werden die weiteren Untersuchungen an der Leiche und im Haus ergeben. Mordkommissonschef Markus Mertens sagte dazu gestern: „Wir haben unsere eigenen Theorien. Wie es wirklich gewesen ist, werden wir bestenfalls über die weiteren Ermittlungen herausfinden.“ Bis diese abgeschlossen sind, könnten noch Wochen, wenn nicht gar Monate vergehen. Am heutigen Donnerstag werde die Leiche obduziert, sagte der Beamte.

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