Verdienstorden für Urgestein Schalk
Bild: Dresmann
Anerkennung für ein närrisches Urgestein: Diethard Oeding vom Bund Westfälischer Karneval zeichnete Paul Schalk (vorn, v. l.) mit dem Verdienstorden in Gold aus. Zu den ersten Gratulanten gehörte Rietbergs Grafschaftler-Präsident Robert Junkerkalefeld.
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In Sachen Motto war die Entscheidung schnell getroffen. Aus den 46 Vorschlägen wählten die rund 150 Besucher per Applaus ihre Favoriten aus. Letztendlich setzte sich „Lache, Tanze, sing’ im Chor – die Welt braucht eins, das ist Humor“ gegen Vorschläge wie „Karneval und Glasfaserbau, Rietberg Tendondria Helau“ oder „Tri, Tra, Trulala, der Karneval in Rietberg ist wieder da“ durch.

Einem Karnevalisten wurde besondere Ehre zuteil. Urgestein Paul Schalk wurde durch Diethard Oeding vom Bund Westfälischer Karneval (BWK) mit dem Verdienstorden in Gold ausgezeichnet. Sichtlich gerührt nahm Schalk diese Auszeichnung vor allem für seine Verdienste rund um den Wagenbau entgegen. Der Tischler ist seit nunmehr 58 Jahren im Verein engagiert und hat vor allem bei der Gestaltung des Prinzenwagens stets seine Finger im Spiel. Apropos Karnevalswagen: Dass diese am vergangenen Rosenmontag aus Sicherheitsgründen nicht fahren konnten, war ein dominierendes Thema der Versammlung in der Basilika des Bibeldorfs. Präsident Robert Junkerkalefeld unterstrich, dass die Entscheidung richtig gewesen sei. „Die Sicherheit von Teilnehmern und Besuchern geht vor. Nicht auszudenken, wenn wirklich etwas passiert wäre“, betonte Junkerkalefeld.

Dass trotz der ausgefallenen Kinder- und Rosenmontagsumzüge die Festzelte geöffnet werden konnten, bezeichnete Junkerkalefeld als Rettung, vor allem aus finanzieller Sicht. So konnten die Grafschaftler ihr Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss von 20 280 Euro abschließen. Kassierer Helmut Stockmeier legte ausführlich dar, wie sich dieser Betrag zusammensetze und verwies auf einmalige deutliche Mehreinnahmen durch die ausgerichtete NRW-Meisterschaft der Prinzengarde und eine hohe Steuerrückerstattung. Im kommenden Jahr müsse allerdings mit einem Mehr an Steuerabgaben und einem anderen Ergebnis am Geschäftsjahresende gerechnet werden, betonten Stockmeier und Junkerkalefeld unisono.

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