Verwaltung meldet  41 Fundstellen
Foto: Vredenburg
Warnschilder machen die Bürger darauf aufmerksam, dass der Eichenprozessionsspinner an der Allee „Unter den Eichen“ in Mastholte an zahlreichen Bäumen heimisch geworden ist.
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Aktuell sind im Stadtgebiet 41 Fundstellen registriert. Das teilt Rathaussprecher Juergen Wohlgemuth auf Nachfrage der „Glocke“ mit. Am 1. Juli – vier Wochen nach dem Aufruf der Emskommune, befallene Orte zu melden – ist demnach der letzte Hinweis auf den Eichenprozessionsspinner eingegangen: Passenderweise an der Straße „Unter den Eichen“ in Mastholte wurde der Schädling an vielen Bäumen festgestellt. Warnschilder weisen darauf hin. Im Nahbereich von Schulen und öffentlichen Spiel- sowie Sportplätzen strebt die Stadt nach Angaben Wohlgemuths eine unverzügliche Beseitigung der Raupen an. Sperrungen in diesem Umfeld seien bislang aber nicht erforderlich gewesen.

„Ruhiger geworden“

Inzwischen sei es überhaupt deutlich ruhiger geworden um den Eichenprozessionsspinner. „Sind städtische Bäume betroffen, lassen wir die Gespinstnester in der Regel von externen Fachfirmen beseitigen. Privatpersonen vermitteln wir den Kontakt zu den Experten“, informiert der Rathaussprecher. Aufgrund der begrenzten Auftragskapazität der wenigen Fachunternehmen in diesem Bereich lasse sich allerdings nicht immer sicherstellen, dass der Einsatz dieser Firmen durchgehend möglich ist, gab die Verwaltung jüngst im Schul- und Sozialausschuss zu bedenken.

Sie beabsichtige daher, Personal des Baubetriebshofs mit den notwendigen Know-how zur Beseitigung des Schädlings auszubilden und, sofern zusätzlich erforderlich, Equipment wie Schutzanzüge und geschlossene Sauggeräte selbst zu erwerben. Auch an stark frequentierten Radwegen und Fußgängerbereichen sind, wie berichtet, Beseitigungsmaßnahmen vorgesehen. Bei ansonsten befallenen Straßen, „und wenn der Schädlingsbefall so extreme Ausweitungen angenommen hat, dass sie nicht mehr beseitigt werden können“, müssen laut Verwaltung Warnschilder ausreichen.

Konzepte werden erarbeitet

Eine zusätzliche Information der Bürger über die Gefahren des Eichenprozessionsspinners erfolge über die Presse. Überdies strebt die Stadt für die nächsten Jahre die Erarbeitung weitergehender Konzepte im Rahmen des Umwelt- und Naturschutzes an. Hier kommt etwa die besondere Förderung von natürlichen Gegenspielern des Falters – etwa Meisen und andere Singvogelarten – in Betracht, die die Populationen des Schädlings regulieren sollen.

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