Vier Standorte für Skaterbahn im Gespräch
Der Bau einer Skateranlage in Rietberg scheitert derzeit vor allem am Geld.

Allerdings, so betonte das Stadtoberhaupt, seien alle Überlegungen und Ideen noch rein theoretisch. Etwa 40 Jugendliche im Alter von zehn bis 18 Jahren stehen in Rietberg regelmäßig auf ihren Brettern. Nico Funke (14) und Aiko Niediek (16) sind zwei von ihnen. Weil sie in Rietberg seit dem Abbau der Skateranlage am Schulzentrum 2008 keine Möglichkeit haben, ihren Sport auszuüben, besuchen sie derzeit die Anlage im benachbarten Gütersloh an der Alten Weberei. „Die ist wirklich gut. Aber es ist schon sehr umständlich, immer mit dem Bus bis nach Gütersloh zu fahren“, sagen beide.

Um ihrem Wunsch nach einer eigenen Anlage näherzukommen, haben sie der Verwaltung vier mögliche Standorte vorgeschlagen: Am stillgelegten Klärwerk am Netto-Markt Rietberg, am Trink-Gut, am Fitnessclub Genesis und am „Super-Schnäppchen“. Ob diese Flächen überhaupt geeignet sind, welche Geräte aufgebaut werden sollen und – in erster Linie – ob die Lärmschutzwerte dort eingehalten werden können, muss noch geklärt werden. „Gerade die Lärmbelästigung ist ein sensibles Thema“, sagte André Kuper. Erst wenn völlig klar sei, dass die vorgeschriebenen Werte eingehalten werden, könne man über eine Anlage nachdenken.

Doch da ist noch ein weiteres Problem, nämlich das der Finanzierung. Der Bürgermeister sieht keinen Weg, eine solche Investition aus der ohnehin leeren Stadtkasse zu bezahlen: „Das ist schlichtweg nicht möglich, die Jugendlichen müssen sich nach Sponsoren umsehen. Vielleicht sind Firmen bereit, das Vorhaben zu unterstützen.“ Bislang hat sich nur eine Unterstützerin gefunden: Marion Neuhoff-Paschköwitz aus Rheda-Wiedenbrück hatte Fahrrad- und Autofähnchen zugunsten der Skater verkauft. An drei Aktionstagen sind ganze 310 Euro dabei rausgekommen. Einen Scheck über die Summe hat die engagierte Frau den Skatern bereits überreicht. Vielleicht ein Ansporn für weitere Sponsoren, sich bei den Jugendlichen oder der Stadtverwaltung zu melden.

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