Werner Kalefeld erlöst Wackelkandidaten
Werner Kalefeld und seine Ehefrau Sylvia grüßen als neues Rietberger Königspaar.

Zwar „nur über ein paar Ecken und Kanten“, wie beide erklärten, aber immerhin. Bei so viel verwandtschaftlicher Nähe fiel auch Ex-Regentin Birgit Könighaus die Übergabe der Krone an ihre Nachfolgerin Sylvia Kalefeld nicht allzu schwer. Wen wundert’s? Blut ist bekanntlich dicker als Wasser – allemal dann, wenn es blau ist.

Ex-König Münster: „Ich habe fertig!“

„Ich habe fertig!“ Mit dem legendären Satz des ehemaligen Bayern-Trainers Giovanni Trapattoni kommentierte der scheidende Monarch Reinhard Münster seinen Verzicht auf die grüne Macht. Keinen Zweifel ließ er daran aufkommen, dass man ihn nicht zum letzten Mal auf dem Schützenplatz gesehen haben wird. „Ich komme wieder. Wenn nicht in grün, dann in rot“, versprach Münster und spielte damit auf seine Mitgliedschaft im Fanfarenzug der Grafschaftler Karnevalsgesellschaft Rietberg von 1934 an. Denn so viel steht fest: In seiner Regierungszeit ist die ohnehin enge Freundschaft zwischen Schützen und Karnevalisten weiter gefestigt worden.

328. Schuss bringt die Entscheidung

Mit dem 328. Schuss bezwang Werner Kalefeld am Montagmittag den Holzadler. Der hatte zuvor seinem Ruf als Wackelkandidat alle Ehre gemacht: Denn Schweif und Rumpf wippten beinahe wie eine Klapptür hoch oben im Kugelfang. Bevor Kalefeld den Aar von seinem Leiden erlöste, hatten sich Peter Schulze (Krone), Herward Glinski (Zepter) und Bernhard Descher (Apfel) die Insignien gesichert.

Das Jungschützenkönigspaar.
Den rechten Flügel brachte Michael Aufderstroth, das linke Pendant Wilma Koch zu Fall. Nach seinem Meisterschuss kannte die Freude von Werner Kalefeld keine Grenzen. Im gleißenden Sonnenlicht reckte er die Hände siegesbewusst in den stahlblauen Himmel.

Er ist Landwirt, sie Laborantin

Mit dem 46-jährigen Landwirt vom Große-Recke-Weg freute sich seine Gemahlin und Mitregentin, die 38 Jahre alte Sylvia Kalefeld. In den Adern der milchwirtschaftlichen Laborantin, die bei Campina in Gütersloh arbeitet, fließt seit jeher Schützenblut: Denn ihr Vater Konny Brinkhaus war lange Jahre Oberst der Bokeler St.-Hubertus-Schützen. Das frisch gebackene Rietberger Regentenpaar hat zwei Kinder: Tochter Johanna ist zwölf Jahre, Sohn Frederic neun.

Hofstaat vorgestellt

Das Throngefolge bilden: Martin und Gabi Steltenkamp (Zeremonienmeisterpaar), Jörg und Nicole Dummer, Rolf und Silvia Edenfeld, Klaus und Annette Hanswillemenke, Walter und Annette Kammertöns, Franz-Josef und Petra Laukemper, Dieter und Birgit Peitzmeier, Frank Schnieder und Hildegard Steltenkamp, Detlef und Ivonne Störk.

Fabian Reinkemeier regiert den Nachwuchs

Nach 456 Schüssen war der Jungschützen-Adler zu Boden gesegelt. Fabian Reinkemeier, Sohn des Gildevorsitzenden Gerry Reinkemeier, feuerte den entscheidenden Treffer auf den zähen Holzvogel ab. Der 20-Jährige regiert den Rietberger Vereinsnachwuchs gemeinsam mit der gleichaltrigen Nena Majka. Während die Jungschützenkönigin im wirklichen Leben studiert, beginnt Fabian Reinkemeier nach Abschluss seines Freiwilligen Sozialen Jahrs beim TuS Viktoria Rietberg in Kürze eine Ausbildung bei der Computerfirma „Code X“. Die Insignien sicherten sich Björn Watermann (Krone), André Richter (Zepter) und Martin Brand (Apfel).

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