Wohngemeinschaft öffnet im Februar
Bild: Schulte-Nölle
Sind zuversichtlich, dass einer Eröffnung des Caritas-Hauses am Niggenkamp in Mastholte zum 1. Februar nichts im Weg steht: (v. l.) Bürgermeister Andreas Sunder, die künftige Leiterin Irmgard Happe, Stadtplaner Thorsten Bergemann, Caritas-Fachbereichsleiterin „Wohnen und Leben im Alter“ Kerstin Pleus, Caritasverbandsvorstand Matthias Timmermann, Caritas-Fachbereichsleiterin Tagespflegen/Wohngemeinschaften Barbara Steinweg sowie die Vermieter Stefan Krähenhorst und Heinrich Krähenhorst.
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Noch sind Plätze frei. Bis zu 18 Senioren können in dem schmucken Gebäude ihren Lebensabend zusammen verbringen. Voraussetzung ist ein Pflegegrad von mindestens zwei. „Wir sehen uns selbst als Gast in der Häuslichkeit der Mieter“, betont die Caritas-Fachbereichsleiterin „Wohnen und Leben im Alter“, Kerstin Pleus, im Gespräch mit der Presse. Demnach begleiten die Mitarbeiter des kirchennahen Trägers lediglich den Alltag der Bewohner – und das rund um die Uhr. Mit einem Personalschlüssel von drei Fachkräften will man im Februar starten. Die Leitung obliegt Irmgard Happe, Chefin der Caritas-Sozialstation Langenberg-Mastholte. Ob, in welchem Umfang und wann aufgestockt wird, hänge nicht zuletzt davon ab, welche tagesstrukturierenden Maßnahmen gewünscht werden, sagt sie. Pflegeleistungen müssen individuell zugebucht werden.

Einzelzimmer mit 20 bis 26 Quadratmetern

Jedem Bewohner steht ein Einzelzimmer mit einer Fläche von 20 bis 26 Quadratmetern zur Verfügung, ausgestattet mit einem Telefon- und einem TV-Anschluss. Hinzu kommt ein eigenes, barrierefreies Badezimmer. Die Räume werden leer übergeben, so dass sie von den Mietern selbst mit liebgewonnen Möbelstücken und Accessoires ausgestattet werden können. Rund 400 Euro sollen die Zimmer monatlich kosten – Nebenkosten, Haushaltspauschale und etwaige Pflegeleistungen exklusiv. Bei Bedarf können die künftigen Bewohner bei ihrem Umzug auf den Hausmeisterdienst der Caritas zurückgreifen. „Die Mitarbeiter dort transportieren auch Schränke“, merkt Kerstin Pleus an.

Um den Gemeinschaftssinn in der Senioren-WG zu fördern, entsteht derzeit auf gut 110 Quadratmetern in der früheren Deele ein Wohnzimmer mit angegliederter, offener Küche. Das Besondere: Der Heimatverein Mastholte konnte für eine Dauerausstellung gewonnen werden, die auf der umlaufenden Galerie eingerichtet wird. Zu sehen sein werden historische Haushalts- und Küchen sowie landwirtschaftliche Geräte. Ein Dreschkasten und eine Seilerei haben bereits ihren Platz gefunden. Ergänzt wird die Schau durch Möbelstücke der ehemaligen Langenberger Firma Bartels aus den 1930er-Jahren, die von Privat entliehen werden.

„Gute Entwicklung für Mastholte“

Der Kreiscaritasverband ist lediglich Mieter des insgesamt 1000 Quadratmeter großen Gebäudeensembles. Eigentümerin ist die in Mastholte ansässige Krähenhorst-Mietverwaltung. Heinrich Krähenhorst und sein Sohn Stefan Krähenhorst sind ebenfalls die Bauherren. Eine besondere Herausforderung stellte der Umbau des denkmalgeschützten Altbestands dar. „Wir haben da eng mit der Denkmalbehörde zusammengearbeitet“, sagt Heinrich Krähenhorst. Der neu errichtete Anbau an der von der Straße abgewandten Seite ist über einen Trakt mit dem früheren Hof Niggemeier verbunden. Es ist die mittlerweile fünfte ambulante Senioren-WG im Kreis, die die Caritas dort nach einjähriger Bauzeit in Betrieb nehmen wird.

„Uns war es wichtig, mit diesem Projekt etwas im ländlichen Raum zu schaffen und dabei direkt in die Ortschaft hineinzugehen“, erklärte Caritasvorstand Matthias Timmermann. So sei aufgrund der zentralen Lage in dem Neubaugebiet eine gute Anbindung an das nachbarschaftliche Umfeld gegeben. Lob gab es auch von Bürgermeister Andreas Sunder. Er sprach von einer guten Entwicklung für Mastholte, und das „nicht nur aus städteplanerischer Sicht, sondern auch mit Blick auf den Nutzen der Einrichtung“. Bei einem Tag der offenen Tür will sich das neue Caritas-Haus am Freitag, 1. Februar, den Bürgern vorstellen.

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