Zahn der Zeit nagt an vielen Brücken
Ein Fall für den Abrissbagger ist die Brücke, die in Westerwiehe den Feldweg „Im Thüle“ über den Markgraben führt. Mit dem Ersatzbau soll noch im Sommer begonnen werden.

Doch dafür reicht das Geld, das im Haushalt der Stadt Rietberg für Brückensanierungen bereitsteht, bei weitem nicht aus. Das erklärte Bürgermeister André Kuper am Dienstagabend im Bau-, Planungs- und Verkehrsausschuss. Mit den vorhandenen Mitteln soll zunächst ein besonders dringliches Projekt in Angriff genommen werden.

Der Fachausschuss beschloss, die Brücke, die im Ortsteil Westerwiehe den Feldweg „Im Thüle“ über den Markgraben führt, durch einen Neubau zu ersetzen. Die Arbeiten sollen in Kürze ausgeschrieben werden und im Sommer beginnen. Die Fertigstellung der Maßnahme ist für November geplant.

Verkehrssicherheit nicht gewährleistet

Das Büro Drilling und Schneider, das im Auftrag der Stadt sämtliche Brücken unter die Lupe genommen hatte, attestierte der Markgraben-Brücke gravierende Mängel. Die Verkehrssicherheit sei nicht mehr gewährleistet. Der Zahn der Zeit habe nicht nur an der Tragekonstruktion genagt, sondern auch am Geländer sowie am Fahrbahnbelag.

Eine Sanierung sei nicht wirtschaftlich, ein Abriss mit anschließendem Neubau die einzige Alternative. Der Ersatzbau soll leicht verschwenkt errichtet werden, erklärte Diplom-Ingenieur Dirk Schneider. Dadurch lasse sich einerseits die Fließgeschwindigkeit des Markgrabens im Brückenbereich optimieren, andererseits die Kurvensituation im Bereich der Einmündung „Im Plumpe“ ein wenig entschärfen.

Ersatzbauten gehen ins Geld

Sanierungsarbeiten sind auch bei einer Brücke an der Südstraße in Mastholte vorgesehen. „Und eventuell haben wir in diesem Jahr noch Geld für eine weitere, kleinere Maßnahme“, erläuterte Bürgermeister Kuper. Zugleich wies er darauf hin, dass der Gesamtzustand der Brücken im Stadtgebiet mit den zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln nur auf dem Status quo gehalten, allenfalls minimal verbessert werden könne. Nach mehreren kostspieligen Ersatzbauten in den vergangenen Jahren könne man aber überlegen, demnächst mehrere weniger teure Teilsanierungen in Auftrag zu geben.

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