Zelte an der Rügenstraße evakuiert
Bild: Dresmann
Weil sie für die vorherrschenden Windgeschwindigkeiten nicht zugelassen sind, mussten am Donnerstagabend die beiden Zelte an der Rügenstraße evakuiert werden. Die Aktion verlief nach Angaben von Grafschaftler-Präsident Robert Junkerkalefeld ruhig und geordnet ab. Binnen 15 Minuten konnte die gegen 20 Uhr gestartete Maßnahme bereits beendet werden.
Bild: Dresmann

Während im Umland vielfach die Partyzelte gleich ganz dicht blieben, mussten die Emsstädter lediglich auf einen der insgesamt drei Feierstandorte verzichten. Weil der Wind zu stark aufgefrischt war, wurden um 20 Uhr die beiden Zelte an der Rügenstraße evakuiert. „Das Prozedere ging ruhig und geordnet ab“, lobt Robert Junkerkalefeld, Präsident der Grafschaftler Karnevalsgesellschaft, im Gespräch mit der „Glocke“ das Vorgehen der Sicherheitskräfte, aber auch das Verhalten der gut 1000 Gäste, die zügig und unaufgeregt die Feierstätten verlassen hätten.

Veranlasst worden sei die Maßnahme aufgrund der kurz zuvor an der Station an der Stennerlandstraße gemessenen Windgeschwindigkeiten mit Spitzenwerten um 80 Kilometer pro Stunde. „Die Zelte am Rathaus sind wegen ihres relativ schmalen Aufbaus nur für eine Belastung bis Windstärke acht, also maximal 74 km/h, zugelassen. Wir mussten also handeln, auch wenn sie wegen der dichten Bebauung im Umfeld im Grunde windgeschützt standen“, erklärt Junkerkalefeld.

Ohne Störungen verliefen derweil die jecken Sausen in den Partyhochburgen am Südtor und Im Ennebutt. Die dort aufgestellten Zelte beweisen sogar bis Windstärke zehn (89 bis 102 Kilometer pro Stunde) Standsicherheit und blieben daher gestern bis spät in die Nacht geöffnet. Einen gravierenden Einbruch bei den Ticketverkäufen für die Zeltfeiern befürchtet der Grafschaftler-Präsident nicht. Schließlich habe der Eintrittspreis zum Besuch aller Veranstaltungsorte berechtigt. „Außerdem kaufen die meisten ihre Bänder direkt nach dem Umzug. Viele werden also versorgt gewesen sein, als wir evakuieren mussten.“

In ihrer Altweiberbilanz informiert die Polizei über 20 Einsätze in Rietberg bei geschätzten 9000 Besuchern. Gegen 23.15 Uhr wurde ein 52-Jähriger auf dem Südwall von fünf bis sechs Männern zu Boden gerissen. Die Angreifer flüchteten mit einem geringen Geldbetrag als Beute. Drei Personen wurden in Gewahrsam genommen, gegen neun Jecken erteilten die Beamten Platzverweise. Wegen Körperverletzungsdelikten wurden vier Ermittlungsverfahren eingeleitet. Dabei wurden drei Personen leicht und eine schwer verletzt. In drei Fällen leisteten Feiernde Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

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