Zettel schützt nicht vor Strafe

Nach dem Zusammenstoß hinterließ die junge Frau einen Zettel mit ihren Daten, ehe sie später die Polizei informierte. Als die Beamten am Ort des Geschehens eintrafen, war der beschädigte Wagen bereits weggefahren worden. Erst am Abend meldete sich der Besitzer des angefahrenen Autos bei der Polizei, so dass eine Schadensregulierung eingeleitet werden konnte. Dennoch wurde gegen die Verursacherin ein Ermittlungsverfahren wegen des unerlaubten Entfernens vom Unfallort eingeleitet.

„Entgegen der weit verbreiteten Ansicht entzieht sich der Verursacher nicht dem Vorwurf der Unfallflucht, wenn ein Zettel mit der Telefonnummer an der Windschutzscheibe hinterlassen wird“, schreibt die Polizei in ihrem Bericht. Auch gehe er nicht straffrei aus, wenn er sich binnen 24 Stunden bei der Behörde melde. „Jedes Verlassen des Unfallortes wird wie eine Unfallflucht behandelt.“ Diese könne mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder einer Geldbuße geahndet werden. Grundsätzlich gelte: am Unfallort warten, sich das Kennzeichen des beschädigten Fahrzeugs notieren und das Malheur umgehend bei der nächsten Polizeiwache melden. „Lassen Sie aus einem Missgeschick keine Straftat werden“, raten die Beamten.

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