Zum Elisabethmarkt gibt es Wundertüten
Bild: Bartels
Verkauften bunt bemalte Tüten mit Überraschungsinhalt: die Grundschüler (v. l.) Levke, Claire, Anna Lena, Randstundenbetreuerin Anne-Marie Henrichfreise und Jannis. 
Bild: Bartels

Sogar eine Premiere konnte gefeiert werden. War beim – trotz des diesigen Wetters gut besuchten – Umzug noch alles beim Alten, überraschte das anschließende Martinsspiel die Schaulustigen. Zum ersten Mal gab es mit Ulrich Brinkhaus nicht nur einen erwachsenen Heiligendarsteller, sondern mit Kira Brinkschröder auch eine Schülerversion des barmherzigen Reiters. Gemeinsam mit 13 anderen Kindern im Alter von drei bis zwölf Jahren führte die Neunjährige die Szene auf, die von der Teilung des Mantels berichtet. Die große Beteiligung am Umzug bescherte kurz darauf auch den Betreibern an dem rund einem Dutzend Ständen auf dem Kirchplatz einen regen Andrang.

Bis in den späten Abend hinein verweilten die Gäste in dem gemütlichen Budendorf, ehe die kleine Veranstaltung am Sonntag in den Elisabethmarkt mündete. Dieser punkte zusätzlich mit geöffneten Geschäften. In der Tischlerei Steinberg und im Floristikgeschäft „Unverblümt“ fanden Besucher insbesondere herbstliche Dekorationsartikel, bei Peitzmeier Uhren sowie Schmuck und in der „Anziehbar“ der Familie Wilsmann aktuelle Mode. Die Kreativgruppe lockte mit einer großen Auswahl an Selbstgemachtem an ihren Stand. „Ganz gleich, ob Topflappen, Plätzchen oder Schals – alles wurde mit viel Liebe hergestellt“, verriet Verkäuferin Klara Weiffen.

Begeistert von der dörflichen Tradition ist unter anderem Doris Hammeke: „Ich saß bereits zu Hause in meinem warmen Sessel, doch es hat mich trotzdem noch hierher gezogen“, sagte sie und begutachtete die Puppenkleidung an einem der Stände. Genäht worden war sie von Reinhild Diekhans und Angelika Schemhaus. Und um ihre Kunden bei dem Regen bei Laune zu halten, verkaufen die beiden Frauen außerdem „Schietwetter“, eine milde Cognac-Tee-Mischung. Ähnlich variationsreich ging es auch an den anderen Buden zu. Ob Bekleidung und Puppen bei Maria Pelizaeus oder Wundertüten der Sieben-Meilen-Schule – jeder wurde fündig. Für Stärkung mit Speisen und Getränken war jederzeit gesorgt. Bei den Jüngsten war der Stand der Kolpingjugend beliebt. Im Innern des Zelts warteten zahllose Bastelmöglichkeiten. Angehende Hobbyhandwerker konnten sich direkt ans Herstellen der ersten Weihnachtsdekoration machen.

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