Zweites Tokarev-Festival in Planung
Bild: Schulte-Nölle
Stehen in den Startlöchern für die zweite Auflage des Tokarev-Festivals: (v. l.) Marissa Möller und Jan Lammert von „Molass“, Valid Agayev, Leiter und Dirigent der Rhein-Sinfonietta, Festival-Art-Director Nikolai Tokarev, Künstlerin Mayumi Krützen, Initiator Ralf Herold sowie (vorn) die beiden Pianogenies Philip und Laetitia Hahn.
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Klassikfans dürfen sich zwischen Freitag, 20. März, und Sonntag, 29. März, auf sechs Konzertabende der Extraklasse freuen. Nicht fehlen darf dabei erneut eine ordentliche Portion Pop. „Wir haben das Programm kompakter gestaltet und für Besucher durchgehend in den Abend verlegt. Außerdem gibt es diesmal doppelt so lange Spielzeiten und wir konnten das Kölner Orchester Rhein-Sinfonietta gewinnen“, gibt Ralf Herold die Marschrichtung für das Spitzenevent vor, das unter dem Motto „International, National, Regional“ einmal mehr professionelle Talente, Neue-Meister-Newcomer sowie Stars aus Klassik, Komposition und Populärmusik aus verschiedenen Ecken der Welt auf die Bühne der Cultura bringt.

Wiedersehen mit Laetitia und Philip Hahn

Der Schwerpunkt liegt diesmal auf der Sparte „Kammermusik Klassik Solisten mit Pianoforte-Begleitung im Duett“. Eröffnet wird der erlesene Reigen am Freitag, 20. März, von drei Gewinner des renommierten Wettbewerbs „International Rotary Children Music Competition“. Polina Cherkasova, Serafima Fedorova und Sofia Yakovenko präsentieren Auszüge ihrer preisgekrönten Programme. Im zweiten Teil servieren Nikolay Shugaev und Nikolai Tokarev Hits des klassischen Repertoires für Cello und Klavier.

Am Mittwoch, 25. März, gibt es ein Wiedersehen mit Laetitia und Philip Hahn. Die Geschwister gelten mit ihren 16 beziehungsweise zehn Jahren als vielversprechendste Pianisten der jüngeren Generation. In Rietberg bringen sie unter anderem Werke von Chopin, Bach, Beethoven und Liszt zu Gehör. Ihr Konzert markiert zugleich den Auftakt des Piano-Marathons, der tags darauf mit Luke Jones und einigen Meisterschülern aus den Meisterklassen – ein weiterer Programmpunkt des Festivals – fortgesetzt wird. Die Besucher dürfen sich auf Debussy, Ravel, Mompou und Prokofiev freuen.

Den fulminanten Abschluss des musikalischen Marathons bestreiten am Sonntag, 29. März, Weltstar Nikolai Tokarev und einer der erfolgreichsten Neue-Meister-Pianisten Europas, Julius Asal. Letztgenannter beginnt den Abend mit seinem Programm „Inferno“. Anschließend spielt Tokarev vier Schubert-Impromptus sowie Vladimir Titovs Klavierzyklus „Japanese Seasons“.

Cosmo Klein und „Molass“ brechen Lanze für den Pop

Eine Lanze für den Pop brechen am Freitag, 27. März, „Molass“. Die junge Kölner Formation um Sängerin und Schauspielerin Marissa Möller umschmeichelt mit Neosoul sowie New Jazz und bringt das Publikum für den Hauptact des Abends – Cosmo Klein – auf Betriebstemperatur. Der Singer-Songwriter, der unter anderem mit den Echo-Preisträgern Claus Fischer und Hanno Busch auf der Cultura-Bühne stehen wird, präsentiert die original London-Palladium-Marvin-Gaye-Show von 1976.

Romantisch wird es am Samstag, 28. März, mit dem Orchester Rhein-Sinfonietta unter dem Dirigat von Valid Agayev. Auf der Bühne steht der 48-köpfige Klangkörper mit Laetitia Hahn, Julius Asal und Nikolai Tokarev als Solisten am Shigeru-Kawai-Konzertflügel. Zu hören sind unter anderem Chopin und Saint-Saëns.

Nikolai Tokarev leitet Meisterklasse an

Die Konzerte beginnen jeweils um 18 beziehungsweise 20 Uhr. Das Festivalticket gibt es für 108 Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre zahlen 36, junge Erwachsene bis 28 Jahre 72 Euro. Die Staffelung gilt auch für die Einzelkarten, die regulär zwischen 15 und 45 Euro kosten.

Begleitet wird das Festival von einer sechstägigen Meisterklasse Pianoforte, die von Nikolai Tokarev persönlich geleitet wird. Sie richtet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen. „Wir wollen zwischen zwölf und 15 Schüler aufnehmen“, kündigt Ralf Herold an. Drei davon stehen mit Laetitia und Philip Hahn sowie Luke Jones bereits fest. Als Solisten an den Konzertabenden sind für sie auch Übungseinheiten an der Kölner Musikschule angedacht.

Als Sahnehäubchen stellt Künstlerin Mayumi Krützen während der Veranstaltungstage eine Auswahl ihrer Bilder im Foyer der Cultura aus. Darüber hinaus sollen ihre Werke als Videoinstallation einige der Konzerte stimmungsvoll untermalen. Die Wahlaachenerin, die gebürtig von der japanischen Insel Honshu stammt, hat sich auf Porträts von Musikern sowie auf japanische Ansichten spezialisiert. Besonders Chopin hat es ihr angetan. Eines ihrer Gemälde zeigt zudem Laetitia Hahn am Flügel. Die Schirmherrschaft über das Tokarev-Festival übernimmt erneut NRW-Landtagspräsident André Kuper. „Wir hoffen, mit der neuen Programmstruktur noch mehr Besucher für uns gewinnen zu können“, stellt Herold heraus.

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