120 Kinder malen um die Wette
Gewinner am Pfarrzentrum ausgezeichnet: (v. l.) André Rafael, Lukas, Emma und Nele waren in der Altersgruppe zehn bis zwölf Jahre erfolgreich.

Viele Kunstwerke konnten sogar gegen eine Spende verkauft werden. Zusammen kamen so 710 Euro. Und die werden an die Stiftung der beiden Bayern-Profis und Nationalspieler Lein Goretzka und und Joshua Kimmich „We kick Corona“ in Kürze überwiesen. „Vielleicht wird es sogar noch mehr. Das ist ja nur der aktuelle Stand“, so Frank Schwichtenhövel. 

Die beim Jugendnetzwerk verbleibenden Bilder werden jedenfalls in den Räumen des Jugendtreffs am Kühlmannweg einen dauerhaften Platz bekommen. Als Erinnerung an die erfolgreiche Aktion. In den Bildern setzten sich viele Kinder malerisch mit der Corona-Pandemie auseinander. 

Deutlich wird in vielen Werken die Sehnsucht der jüngsten Bevölkerungsgruppe nach Normalität: ins Kino gehen, mit den Eltern shoppen, Verwandte besuchen, Freunde treffen, in den Urlaub fahren, Sport treiben. Die Wünsche und bildgewordenen Hoffnungen der Nachwuchskünstler machen gleichzeitig deutlich, wie stark ihr Leben reduziert ist und wie wenige Entfaltungsspielräume im Pandemie-Alltag geblieben sind. 

Eigentlich ein eher trauriges Resümee, das die meisten Teilnehmer allerdings in fröhliche und bunte Farben tauchten. Vielleicht der Ausdruck eines optimistischen Blicks in die Zukunft. Das ist auch Frank Schwichtenhövels Eindruck. Gleichzeitig ist er nicht nur über die große Anzahl an Teilnehmern glücklich, sondern wie sie sich zusammensetzt. 

„Rund zwei Drittel aller Teilnehmer kannten wir nicht und sind mit ihnen durch den Malwettbewerb jetzt erstmals in Kontakt gekommen.“ Der Leiter des Jugendtreffs in katholischer Trägerschaft hofft auf einen Besuch des einen anderen Teilnehmers, wenn wieder Jugendarbeit im direkten Kontakt möglich ist.

Bei den jüngsten zwischen drei und sechs Jahren zeichnete die Jury das Osterbild von Mila Pietrzyk (6) als bestes aus. Auf Platz zwei und drei schafften es Ida Duka (6) und Hannes Schumacher. Bei den Sieben- bis Neunjährigen überzeugte Frida Fausewehs (7) Bild. Platz zwei teilten sich Annika Eggestinkampe (9) mit Swea Honnerlage. 

Corona als Beute von Dinos. So brachte Lukas Homann (10) die Pandemie auf den Punkt und erntete Platz eins. Dahinter teilten sich bei den Zehn- bis Zwölfjährigen Emma Mashänser und Nele Bering Rang zwei. Den dritten Platz belegte André Rafael Wagner. 

Im Comics-Stil waren die erfolgreichsten Bilder im Wettbewerb der Ältesten gehalten. Cerise Nyabyendas Bild gefiel der Jury am besten. Charlotte Hoey belegte mit ihrer Comic-Adaption den zweiten Rand. Umut Tapalogus Bild wurde für die stärkste Aussage, Julia Erichlandwehrs Fadenbild für den größten betriebenen Aufwand ausgezeichnet.

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