160 Kinder steigen in die Lüfte
Bild: Tschackert
Abgehoben und begeistert mit Dietmar Matzdorf geflogen ist auch Hanna (8).
Bild: Tschackert

Dafür spannt Hirschberg auch seinen Verein, den Luftsportverein Bielefeld-Gütersloh, ein.

160 Steppkes warten an diesem Freitagmittag auf dem Flugplatz Bielefeld-Senne sehnsüchtig darauf, in die Luft zu gehen. Zehn Sportmaschinen stehen zur Verfügung. Von der Piper 28 über eine Cessna 172 bis zur Cirrus 172 sollten sechs Vereins- und zwei Privatmaschinen die Kleinen in die Luft bringen. Gerd Hirschberg denkt immer auch an diejenigen, denen das Leben eine nicht so gute Karte zugespielt hat. Und deshalb sind auch beim Flugtag 2018 Mädchen und Jungen aus Bielefelder heilpädagogischen Kindergärten, der Kinderkrebsklinik Bethel und der Albatros-Schule genauso dabei wie zum Beispiel 14 Flüchtlingskinder aus Verl. Und auch die Kindertagesstätte St. Judas Thaddäus aus Sürenheide ist gekommen.

Die Geldbörsen durften die Eltern getrost zu Hause lassen: Das Ereignis ist für die Eingeladenen kostenlos, einschließlich der Verpflegung. Einzig Kuchenspenden nehmen die Organisatoren für das Büfett gern an.

Yeshwan (10) und Lara (6) kribbelt es schon im Bauch, bevor sie überhaupt in der Piper 128 hinten Platz genommen haben. Die Aufregung wird noch größer, als sie angeschnallt sind, die Kopfhörer aufgesetzt haben und Dietmar Matzdorf die Maschinen startet. Ruhig und bedächtig erklärt der Pilot den beiden Mädchen, was gleich passieren wird. Der Tower dirigiert die Maschine zur Parkposition. Yeshwan und Lara werden immer ruhiger und auch etwas blasser um die Nase.

Dann geht es aber los. Matzdorf jubelt den Motor der Piper nach oben, löst die Bremse, und schon jagt das Flugzeug über die Startbahn, hebt ab und fliegt im Steigflug mit einer Steuerbordkehre Richtung Verl davon. Langsam legt sich de Anspannung, und die Zehnjährige aus Kaunitz und die sechsjährige Sürenheiderin können den Flug genießen. Die Fahrzeuge auf der A 2 schrumpfen auf die Größe von Matchbox-Autos. Der Wind rüttelt an der Piper, aber der Pilot hat alles im Griff. 20 Minuten später landet die Maschine wieder. Und ihr entsteigen zwei strahlende Mädchen.

Seit zehn Jahren unterstützt der Verler Unternehmer Burkhard Kuhn die Kinderflugtage. Näheres dazu lesen Sie in der Wochenendausgabe der „Glocke“!

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