200 Verler setzen Zeichen für Frieden
Bild: Tschackert
Setzten ein Zeichen für den Frieden: (v. l.) Anni Stickling, Simon, Maria, Rainer, Leon und Anja Masjosthusmann auf dem Denkmalplatz in Verl.
Bild: Tschackert

Am Freitagabend war Arthur Springfeld nach den schrecklichen Nachrichten und Bildern aus der Ukraine, dem Irak und Syrien der Kragen geplatzt. „Ich war so sauer, als ich das alles wieder hörte. Da musste ich etwas tun“, gibt der Initiator Auskunft über sein Gefühlsleben. Kurzentschlossen setzte er sich an den Computer und rief per E-Mail „alle mitbetroffenen und friedliebenden Verler“ auf, ein friedliches Zeichen gegen Gewalt und Unfrieden zu setzen. Er sei sich darüber im Klaren, dass durch eine solche spontane Reaktion die Kriege im Irak und in der Ukraine nicht beendet würden. „Aber Frieden beginnt immer in den Köpfen der Menschen. Im Kleinen“, sagt er. Die Botschaft kam an.

Und sie hatte sich binnen zwei Tagen wie ein Lauffeuer verbreitet. Via Facebook und What’s App wurde Springfelds Aufruf in den sozialen Netzwerken des Internets publik. Springfeld wundert sich selbst, wie schnell sich sein Aufruf herumgesprochen hat. Auch in den Verler Kirchen wurde zur Teilnahme aufgerufen. 200 Menschen trafen sich für 20 Minuten am Mahnmal an der Hauptstraße. Dem Aufruf folgte auch Verler Familie Masjosthusmann. Da spielte auch die späte Anfangszeit von 21 Uhr für die schulpflichtigen Kinder Simon und Leon keine Rolle. „Es ist uns ein Bedürfnis, ein Zeichen für Frieden und Menschlichkeit zu setzen“, erzählt Anja Masjosthusmann. „Und wenn unser Diakon schon einlädt, müssen wir ihn doch auch unterstützen“, ergänzt sie mit einem leisen Lächeln.

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