230 000 Briefmarken stehen zum Verkauf
Bild: Steinecke
Alles muss raus: Der ehemalige Vorsitzende der Aktion „Wir helfen“, Theo Helfberend, präsentiert die riesige Menge an Briefmarken, die am 13. Oktober im Droste-Haus verkauft werden.
Bild: Steinecke

 „Dann besteht auch die Möglichkeit, dass Sammlern Rede und Antwort gestanden wird“, sagt Theo Helfberend, Organisator der Initiative „Wir helfen“. Auch nach dem 13. Oktober gibt es bis Mitte Dezember die Möglichkeit, die Briefmarken während der Öffnungszeiten im Droste-Haus zu erwerben.

Nun ist also Schluss mit den Briefmarken. Sie waren der Humus, auf dem „Wir helfen“ groß geworden ist. Denn 1974 entstand die Aktion im Rahmen der Briefmarkenbörse im Droste-Haus. 20 Jahre lang wurden die Marken für den guten Zweck auf dem Hobbymarkt in Kaunitz verkauft.

Mit dem abnehmenden Interesse der Käufer wurde der Verkauf ins Droste-Haus verlagert. Aus einer Vitrine konnten die Briefmarken von Interessenten beutelweise erworben werden. Die Spendengelder indes wurden hauptsächlich mit dem vorweihnachtlichen Apfelsinenverkauf erwirtschaftet.

Die Postwertzeichen, die jetzt verkauft werden, wurden in den vergangenen zehn bis zwölf Jahren gesammelt. Angeboten werden in erster Linie Marken, die noch nicht abgelöst sind. „Kurzgeschnitten, damit es nicht zu viel wiegt“, erklärt Theo Helfberend. Es befinden sich aber auch abgelöste Marken in der Sammlung. Die sind nach Ländern und Jahrgängen sortiert in Alben eingesteckt. Darunter auch Marken aus der ehemaligen DDR, aus Indonesien, Pakistan oder China.

Verkauft werden kleine Packungseinheiten mit 100 deutschen Sondermarken zu einem Euro über Alben bis hin zu Kilo-Ware im Karton. Rund 500 Euro erwartet Theo Helfberend aus dem Verkauf. Die Einnahmen gehen ohne Verwaltungsabzug an die zehn Organisationen, die „Wir helfen“ bisher unterstützt hat. Darunter die Welthungerhilfe, Terre des Hommes, Brot für die Welt oder auch das Naturschutzteam Gütersloh.

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