Ära Paul Hermreck ist zu Ende
Paul Hermreck hat sich aus dem Rathaus verabschiedet.

Paul Hermreck hätte vieles einfacher haben können: Er hätte Anfang des Jahres auch einfach wieder für die CDU kandidieren können. Er hätte nach der verlorenen Wahl einfach weiterarbeiten können, um sich das eine oder andere Lob aus der Bevölkerung einzusacken. Er hätte sich in diesen Tagen feierlich im Rat verabschieden lassen können.

Nur ist Paul Hermreck kein Mann, der sich über hätte, wenn und wäre Gedanken macht. Mit ihm tritt jetzt einer ab, der seinen Weg geht – und nur seinen. „Ich wollte keinen ehrenvollen Abschied“, hat der 59-Jährige am Abend der verlorenen Stichwahl gesagt. Viele hat das irritiert. Nach elf Jahren im Amt? Nach einer beispiellosen Erfolgsgeschichte keine Feier? Keine Zeremonie im Rat? Keine Blumen zum Abschied?

Es ist ein Abgang nach Paul-Hermreck-Art. Statt sich im Rat womöglich noch einmal von denen feiern zu lassen, die im Wahlkampf herzhaft gegen ihn gekämpft haben, verschwindet er lieber durch die Hintertür. Paul Hermreck ist geradlinig – so sehr, dass er sich mitunter schadet, oft aber Erfolg hat.

Den ausführlichen Rückblick auf Paul Hermrecks Amtszeit lesen Sie in der Wochenendausgabe der „Glocke“ von Samstag, 17. Oktober!

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