Anlieger gegen Bau von Mehrfamilienhäusern
Um das insgesamt fast 2000 Quadratmeter große Grundstück an der Ecke von Eggeweg und Hermannsweg geht es.

Grund für die Annahme der Anwohner ist die Tatsache, dass die Grundstücke jetzt von 640 auf 480 Quadratmeter geschrumpft sind und der Quadratmeter für 394 Euro verkauft werden soll. Für jeweils 189.120 Euro werden die Flächen derzeit von einem Verler Makler angeboten. Zuzüglich der Courtage. „Um dort ein Einfamilienhaus zu errichten, ist das doch viel zu teuer. Das rechnet sich nur, wenn dort Mehrfamilienhäuser gebaut werden“, sagt Thomas Strieker im Gespräch mit der „Glocke“.

Beispiele, wie so etwas aussehen könnte, kennen sie aus der nahen Umgebung. Dort finden sich Häuser für mehrere Parteien zum Beispiel an der Teutoburger Straße oder an der Ecke von Haferkamp und Roggenkamp. „Auf Basis des Bebauungsplans haben wir unser Vermögen investiert. Wir möchten bei einer Entscheidung beteiligt werden und nicht, dass durch die Hintertür etwas geändert wird“, sagt Norbert Strieker.

Die Anwohner haben bereits Unterschriften gegen eventuelle Pläne gesammelt und sie mit einem Schreiben an den Bürgermeister geschickt. „Gravierende Änderung des Bebauungsplans“ führen die Verfasser mit Blick auf die verkleinerten Grundstücke an.

Auf Nachfrage der „Glocke“ teilte die Verwaltung mit, dass Gespräche mit der Eigentümerin des Areals beziehungsweise dem von ihr beauftragten Maklerbüro über einen veränderten Zuschnitt der betreffenden drei Grundstücke geführt worden seien. Der Grund: Es sollten dort eben vier Baugrundstücke ermöglicht werden. „Die Stadtverwaltung sieht hier keine Hinderungsgründe, zumal Wohnbaugrundstücke in Verl knapp sind und auf diese Weise zusätzlicher Wohnbebauung geschaffen werden kann“, heißt es in der Mitteilung. Von einer „gravierenden Änderung des Bebauungsplans“ oder einer „Konzentration“ könne aber nicht die Rede sein.

Die neuen Grundstücksgrößen lägen im normalen Rahmen. Zudem seien nach dem gültigen Bebauungsplan lediglich Einfamilienhäuser oder Wohngebäude mit maximal zwei Wohneinheiten oder Doppelhaushälften mit je einer Wohneinheit und zwei Vollgeschossen zulässig. „Das heißt, durch die Erweiterung auf vier Grundstücke können je nach Bauweise maximal ein bis zwei Wohneinheiten mehr entstehen“, so die Verwaltung.

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