Arbeitskreis will nicht aufgelöst werden

„Man hört nicht ständig von uns. Aber wir haben noch weitere Themen in der Hinterhand“, erklärt Lothar Kletzin. Und zwar Dinge, die über das Dorfentwicklungskonzept hinausgehen. Er will für den Arbeitskreis kämpfen. Und auch keinen Fall will er das Gremium auflösen.

Das änderte sich aber auch nach einem Neustart des Computers nicht. Darum geht es: Das Gremium soll aufgelöst werden. Das steht auf dem Programm des Bauausschusses, der darüber am Donnerstag, 6. September, ab 18.30 Uhr in der Mensa im Schulzentrum berät. Auf die Tagesordnung gesetzt worden ist der Punkt nach Informationen der „Glocke“ auf Wunsch der CDU.

Formal allerdings können Ausschuss und Stadtrat das Gremium gar nicht auflösen. Das kann nur der Arbeitskreis selbst. Die Gruppe war 2013 im Zuge des in Zusammenarbeit mit Halke Lorenzen erarbeiteten Dorfentwicklungskonzepts gegründet worden – um punktuelle Maßnahmen und Ideen zu formulieren, wie die Stadt in einer Vorlage schreibt. Das sei umgesetzt worden. Eine weitere Unterstützung des Gremiums sei deshalb nicht mehr notwendig. Hilfe gab es vor allem in Form von Beratung durch Verwaltungsmitarbeiter. Gelder von der Stadt erhält der Arbeitskreis nicht.

Lothar Kletzin bringt das Vorgehen auf die Palme. Auch am Freitag, nachdem er eine Nacht darüber geschlafen hat, ist er alles andere als glücklich. „Ich bin stocksauer“, erklärt das SPD-Ratsmitglied. Mit ihm habe vorher niemand gesprochen. Der Arbeitskreis sei aus der Bürgerschaft heraus entstanden. Es gebe regelmäßig Treffen, drei bis vier im Jahr, zuletzt im Mai. 12 bis 15 Mitstreiter seien immer mit dabei, so Lothar Kletzin im Gespräch mit der „Glocke“.

Vor allem aber sieht er die Arbeit des Kreises noch nicht als erledigt an. „Wir haben noch Luft nach oben“, sagt Lothar Kletzin mit Blick auf die Punkte, die das Gremium in Zusammenarbeit mit Halke Lorenzen erarbeitet hat. 30 waren es genau. Dahinter standen Ideen für Projekte, die das Dorf voranbringen sollen. Mal kleine, wie neue Pfosten entlang der Thaddäusstraße, mal große wie der Bau des Nahversorgers im Dorfzentrum. Es bleiben aber noch zahlreiche Punkte, die offen sind. Teils weil die Stadt nicht handeln kann, wie sie will, teils weil Projekte von vornherein langfristig angelegt waren.

Im Mai hatte sich der Arbeitskreis zum Beispiel mit der Verkehrssituation im Dorf beschäftigt. Und noch in diesem Jahr soll es ein weiteres Treffen geben. „Man hört nicht ständig von uns. Aber wir haben noch weitere Themen in der Hinterhand“, erklärt Lothar Kletzin. Und zwar Dinge, die über das Dorfentwicklungskonzept hinausgehen. Er will für den Arbeitskreis kämpfen. Und auch keinen Fall will er das Gremium auflösen.

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