Aufsichtsrat im Amt bestätigt
Personelle Kontinuität im Aufsichtsrat: (v. l.) Vorsitzender Josef Dresselhaus, Christian Hartmann, Uwe Graute und Jürgen Kersting.

Für Vorstandsmitglied Jörg Horstkötter sind es vier Trends, die die Bankenbranche aktuell in Atem halten: die anhaltende Niedrigzinsphase, die fortschreitende Digitalisierung, die demografische Entwicklung und die überbordenden Regularien. Vor allem der letzte Punkt, die ständig steigende Gesetzesflut, mache den Banken nach eigenen Angaben zu schaffen.

In diesem Zusammenhang warnte Jörg Horstkötter davor, bei der Umsetzung von Vorschriften kleine und große Banken über einen Kamm zu scheren. Der Bankleiter: „Vor allem die kleinen Einheiten und die Vielfalt im Bankensektor leisten einen Beitrag zur Stabilität des Systems und zur Kreditversorgung. Diese positiven Errungenschaften dürfen nicht durch Regulierung und Aufsicht aufs Spiel gesetzt werden.“

Wie die Volksbank Delbrück-Hövelhof, in der die Volksbank Kaunitz aufgegangen ist, die Chancen der Digitalisierung nutzen will, welches Filialkonzept sie verfolgt und wie sie das Thema „genossenschaftliche Beratung“ in die Praxis umsetzen will – darüber berichtete den Vertretern Vorstandsmitglied Rudolf Hagenbrock. Der Bankleiter gab zudem bekannt, dass die Volksbank ihre Angebotspalette um den Bereich Immobilienverwaltung erweitern werde. Hagenbrock: „Wir sind dabei, ein entsprechendes Team aufzubauen.“

Über Verlauf und Ergebnis des vergangenen Geschäftsjahrs informierte die Vertreter Vorstandsmitglied Thomas Henkenjohann. Als sichtbares Zeichen für den Geschäftserfolg im Jahr 2016 nannte er die Steuerzahlungen im Umfang von zwei Millionen Euro. Den Jahresüberschuss bezifferte der Bankleiter auf etwas mehr als zwei Millionen Euro.

Durch einen einstimmigen Beschluss der Vertreterversammlung unter Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Josef Dresselhaus erhalten die 17.757 Mitglieder daraus eine 4,0-prozentige Basisdividende und einen 0,5-prozentigen Bonuszuschlag. Summa summarum schüttet die Bank damit 352.000 Euro als Gewinnbeteiligung an ihre Anteilseigner aus. Der Rest des Gewinns fließt über die Rücklagen in das Eigenkapital, das damit einen neuen Höchststand von 68,7 Millionen Euro oder 9,9 Prozent der Bilanzsumme erreicht. Bei Wahlen zum Aufsichtsrat wurden Josef Dresselhaus, Uwe Graute, Christian Hartmann und Jürgen Kersting einstimmig im Amt bestätigt.

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