Auris nun auch offiziell Pfarrer in Verl
Bild: Ackfeld
Mit einem feierlichen Gottesdienst ist Pfarrer Karl Josef Auris eingeführt worden.
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„Die 25 000 Christen werden dir den Rücken stärken“, sagt Dechant Josef Dieste, während Karl Josef Auris vor dem Altar wartet – die Gemeinde im Rücken. „Das Wesentliche ist, dass man sich auf die Menschen verlassen kann“, sagt Josef Dieste, ehe er Karl Josef Auris seinen Platz zuweist – in der Mitte im Altarraum. Auris leitet seinen ersten Gottesdienst in Verl. Zuvor ist er mit der Kutsche abgeholt und zur Kirche gefahren worden. Er lächelt viel.

Es ist ein Tag der Freude in der St.-Anna-Kirche. Das zeigt allein der Auflauf. Mehrere Vereine sind mit Abordnungen dabei. Schützen ebenso wie die vielen Kolpingsfamilien und Frauengemeinschaften aus Verl und Schloß Holte-Stukenbrock. Acht Gemeinden vereint unter einem Dach – und zwar am Sonntag in Verl. „St. Anna hat es verdient, die Mutterpfarrei zu sein“, stellt Karl Josef Auris klar. Anna, das sei die Oma von Jesus gewesen. „Und Großeltern haben eine wichtige Funktion“, sagt der Geistliche, der die Nachfolge von Hermann-Josef Hölscher antritt.

Am 11. Oktober 2015 sei ihm zugeflüstert worden, dass Hölscher aufgrund seiner gesundheitlichen Probleme nicht mehr weitermachen werde. Und seitdem hat sich Auris auch Gedanken über den Wechsel gemacht. „Es ist schön, dass es jetzt Realität wird“, sagt der neue Pfarrer, der im kommenden Monat auch von Stukenbrock in die Ölbachstadt umziehen wird. „Wir müssen die Menschen mitnehmen auf dem Weg in die Zukunft“, sagt Auris. Die beiden Pastoralverbünde müssen in den nächsten Jahren zusammenwachsen. Erste Gespräche laufen. Am Samstag trafen die Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte aller acht Gemeinden im Pfarrzentrum aufeinander.

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