Bagger machen Gaststätte Erdboden gleich
Unerbittlich frisst sich der Bagger von der Firma Peitz in das Gebäude. Die Gaststätte Sielhorst ist Geschichte. Dort entstehen in den nächsten Monaten Wohnhäuser.

 Insgesamt sollen am Strothweg zwischen 80 und 100 Wohnungen entstehen. Bereits 2014 errichtete Investor Christian Vorderbrüggen, der Prokurist der Baufirma, zwei Sechsfamilienhäuser am Strothweg auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Sielhorst-Gebäudes. „Im guten zweistelligen Millionenbereich“, sagt Christian Vorderbrüggen zu den Gesamtkosten des Projekts, das in den nächsten fünf Jahren Stück für Stück realisiert werden soll. Hinter dem Grundstück des Abrissgebäudes liegen kleine, vom Westfalenweg aus erreichbare ehemalige Flüchtlingshäuser. Die sollen im Laufe der Zeit abgerissen und durch mehrere Mehrfamilienhäuser ersetzt werden.

Mit dem Abriss der ersten beiden Gebäude wird im kommenden Jahr begonnen. Bei der Entwicklung des Baugebiets geht Christian Vorderbrüggen davon aus, dass die Erschließung über den Strothweg erfolgt. Eines der drei Neunfamilienhäuser, wie sie auf dem Sielhorst-Gelände errichtet werden, steht kurz vor der Fertigstellung. Am 1. Februar ist es bezugsfertig. Acht der neun Wohnungen sind schon vermietet. Am 18. Januar wird dann mit dem Bau des zweiten Hauses begonnen. Die Fertigstellung soll im Dezember 2016 erfolgen. Auf Mitte 2016 bis Anfang 2017 terminiert Christian Vorderbrüggen den Baubeginn der dritten Einheit. „So etwas muss man erst einmal stemmen. Darum wächst das so nach und nach“, erklärt Christian Vorderbrüggen im Gespräch mit der „Glocke“.

Das komplette Grundstück der Sielhorst-Gaststätte hat eine Größe von zirka 3600 Quadratmetern. Jedes der Neunfamilienhäuser verfügt über eine Gesamtwohnfläche von 735 Quadratmetern. Dabei variieren die Grundrisse der Wohnungen zwischen 60 und 90 Quadratmetern. Die Barrierefreiheit ist gegeben, und ein Aufzug gehört zur Ausstattung. Die Kaltmiete beträgt acht Euro pro Quadratmeter. Die Firma Vorderbrüggen Bau wurde vor 25 Jahren gegründet und beschäftigt zehn Mitarbeiter. Außer dem schlüsselfertigen Bauen von Wohnhäusern und Firmengebäuden ist die Vermietung und Verpachtung eigener Objekte zum zweiten Standbein geworden. Begonnen wurde mit dem Abriss am 17. Dezember. „Wir liegen in der Zeit“, sagt Roland Koors von der Tiefbaufirma Hermann Peitz.

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