Beim Verler KFD-Karneval steht alles Kopf
Bild: Tschackert
„Nichts als die Wahrheit“ bekommt Erika Peitz (rechts) im gleichnamigen Sketch von ihrem Ehemann, dargestellt von Christel Wittenbrink, zu hören.
Bild: Tschackert

Zweieinhalb Stunden Frohsinn, Unsinn und jede Menge jecke Weibsbilder auf und vor der Bühne – das ist der KFD-Karneval in Verl – und das bereits seit mehr als drei Jahrzehnten. Ein tolles und kurzweiliges Programm hatten die Frauen auch in diesem Jahr wieder auf die Bühne gezaubert, wo „Weihnachten in Karneval übergeht!“, wie Dorothea Schlegel, die zum zweiten Mal launig und pointenreich durch das Programm führte, feststellte.

Lustig ging es bei der Auftaktveranstaltung auf der Bühne zu, als Erika Peitz, das Verler Karnevals-Original, im Sketch „Nichts als die Wahrheit“ im Bad vor dem Spiegel mit ihrem äußeren Erscheinungsbild nicht zufrieden war und Zuspruch von ihrem in der Badewanne liegenden Mann, Christel Wittenbrink, erhoffte. Der aber bescheinigte ihr nur lapidar: „Deine Sehkraft, die ist noch ganz in Ordnung!“

Frech war auch die Bahnhofswaage auf dem Verler Bahnhof, die gleich zwei Frauen, nämlich Christel Wittenbrink und Helga Kochtokrax, dazu brachte, sich auf dem Bahnsteig zu entblättern. Natürlich verpassten sie dadurch ihren Zug.

Schöne Idee, den 150 Besucherinnen Ida Hermwille in Erinnerung zu rufen. Carola Dreier spielte mit „Der Koffer“, einen Sketch, den die in Verl als Tante Ida bekannte Frau, oft gespielt hatte.

Schwung brachten die Linedancer mit einem Zwergentanz auf die Bühne. Ganz Weiberfastnacht hatten sie die Portraits einiger starker Verler Frauen auf ihren Hinterköpfen. So trug zum Beispiel Ruth Maria Thombansen die Unternehmerin Carola Nüssing, Maria Wiedenhaus die SPD-Vorsitzende Elke Henkenmeier.

Renate Pollklesesener verarztete statt ihres Allerwertesten im Suff den Spiegel, weil sie sich auf eine Weinflasche setzte. Entsprechend hieß der Sketch, den sie mit Erika Peitz und Bianca Draier spielte, „Das Heftpflaster“.

Wer noch Lust bekommen hat, mit anderen jecken Frauen heute ab 18 Uhr Weiberfastnacht zu feiern, kann das tun. „Etwa 20 Restkarten gibt es noch“, so Elisabeth Wittenbork von der KFD.

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