Biomasseheizwerk in Betrieb genommen
Bild: Steinecke
Auf geht’s: (v. l.) Frank Senge von der Energieagentur Lippe, Bürgermeister Paul Hermreck, Winfried Egbringhoff, technischer Betriebsleiter, und Kämmerer Matthias Möllers nahmen das Biomassekraftwerk am Meierhof in Betrieb.
Bild: Steinecke

Der Bau ist ein Signal für eine klimaneutrale Energieerzeugung durch nachwachsende Rohstoffe. Waldfrisches Holzhäckselgut, das für die Möbelindustrie oder die Pellet-Hersteller uninteressant ist und laut Hermreck in erster Linie von heimischen Anbietern stammt, wird mit einer Restfeuchte von bis zu 40 Prozent verheizt. „Das darf nicht zu trocken sein, sonst wird es beim Verbrennen zu heiß. In dem Fall muss es zusätzlich bewässert werden“, erklärt Matthias Möllers, Kämmerer und Geschäftsführer des städtischen Eigenbetriebs, mit Blick auf die 300 Kubikmeter Brennstoff im Vorratslager.

Möllers, der die Anlage zusammen mit dem technischen Betriebsleiter Winfried Egbringhoff betreut, schätzt, dass je nach Witterung diese Menge für vier Wochen reicht. In den vergangenen 14 Tagen beaufsichtigte Winfried Egbringhoff die Einstellarbeiten zur Inbetriebnahme. In den kommenden vier Wochen erfolgt nun der Probebetrieb im Fernwärmenetz der Stadt. Das Biomasseheizwerk wird mit einer Systemtemperatur von 80 Grad Celsius gefahren. Damit wird sichergestellt, dass in die Gebäude der privaten und öffentlichen Abnehmern über einen Wärmetauscher Wasser mit 60 Grad Celsius Vorlauftemperatur geliefert werden können. Die Steuerung der Anlage wurde von der Verler Firma R+GA realisiert. Michael Döring war für die Programmierung der Wärme-Kopplung verantwortlich.

Für die Überwachung der Anlage stellte die Stadt zwei 450-Euro-Kräfte an. Außer Franz-Hubert Wittenborg ist das Meinolf Wiedenhaus, der sich als ehemaliger Leiter des Fachbereichs Hochbau im Vorruhestand befindet. Außer über den PC, der in einem Raum neben dem Kesselhaus befindet, kann die Anlage auch von zu Hause über einen Tablett-Computer überwacht werden. Dort kann auch eingesehen werden, welche der drei Warmwasserpumpen gerade in Betrieb ist. „Die laufen im Wechsel, damit sie nicht kaputt gehen“, erklärt Michael Döring. Bei Bedarf laufen aber auch alle drei Pumpen gleichzeitig, um alle Verbraucher bedienen zu können.

SOCIAL BOOKMARKS