Biomasseheizwerk kostet zwei Millionen
Bild: Ackfeld
Los geht es mit dem Bau des Biomassekraftwerks hinter dem Freibad: (v. l.) Nicole Gärtner, Norbert Linnenberg, Gertrud Buschmann, Matthias Möllers, Paul Hermreck, Ralf Elgner, Wolfgang Rohde, Johannes Kettelhoit, Winfried Egbringhoff, Udo Fuchs, Andreas Liedtke und Florian Ostermann.
Bild: Ackfeld

 Zwei Millionen Euro lässt sich die Stadt das Kraftwerk kosten. Politik und Verwaltung hatten im vergangenen Jahr eigens den Versorgungs- und Bäderbetrieb gegründet. Das städtische Unternehmen kümmert sich nicht nur um den Betrieb des Freibads, sondern auch um die Versorgung mit Wärme. Die Verluste, die das Freibad einfährt, sollen mit den Gewinnen des Biomasseheizwerks verrechnet werden.

Bürgermeister Paul Hermreck ist überzeugt, sofort profitabel arbeiten zu können: „Wir leben in Verl nicht von Verlusten.“ Dafür spreche das Interesse an der Fernwärme. „Es werden täglich Anträge gestellt“, so Hermreck. Man sei bereit, das Netz zu erweitern. Zunächst aber muss das Heizwerk gebaut werden. Schon Ende August soll der Bau fertig sein.

Mit Beginn der nächsten Heizperiode sollen Haushalte vom Freibad aus beliefert werden. Das Gebäude wird 45 Meter lang, 18 Meter breit und 9,50 Meter hoch. Das Lager ist sechs Meter hoch und bietet Platz für 1150 Kubikmeter Holz. Bei voller Auslastung des Heizwerk würde dieser Vorrat für 20 Tage reichen. Durch das Verbrennen von Holz wird Wärme erzeugt, die dann durch Rohre in Richtung Innenstadt geleitet wird. Auch das Freibad ist an das Netz angeschlossen worden.

Rund acht Millionen Kilowattstunden pro Jahr sollen produziert werden. Damit werden rund 100 Wohn- und Geschäftshäuser, die Sporthallen, das Schulzentrum und das Altenzentrum St. Anna beliefert. Mit dem Spatenstich geht eine lange Zeit des Wartens zu Ende. Schon Anfang 2009 hatte der Rat grünes Licht für das Projekt gegeben.

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