Bühlbuschschule wird saniert
Bild: Steinecke
Sommerzeit ist Umbauzeit. Bis zum Ende der Ferien soll der erste Bauabschnitt an der Bühlbuschschule abgeschlossen sein. Dirk Hildebrandt, Fachbereichsleiter Schule (links), und Winfried Egbringhoff vom Fachbereich Hochbau auf dem Dach der Schule.
Bild: Steinecke

„Es sieht gut aus“, sagt Winfried Egbringhoff vom Fachbereich Hochbau mit Blick auf den Termin der Fertigstellung. Auf dem Schulhof stehen Fenster zum Einbau bereit. Rund 70 Prozent der Fenster werden ersetzt. Das geschieht in dem alten Teil der Schule, der 1977 errichtet wurde. In diesem Bereich werden auch die Eingangstüren erneuert. Die alten Fenster schlossen nicht mehr richtig, es zog. Durch die Auswechselung verspricht sich Egbringhoff zwei Drittel weniger Wärmeverlust. Die neuen Fenster sind grau, die alten waren grün.

Hausmeister Ahrens bleibt entspannt

Die Grundschule ist momentan komplett eingerüstet. Maler sind damit beschäftigt, die Fassade mit dem Hochdruckreiniger von ihrer Schmutzschicht zu befreien. Bevor neue Farbe aufgetragen wird und neue Verkleidungen angebracht werden, werden beschädigte Stellen ausgebessert. Drinnen lagert Baumaterial wie Gipskartonplatten, Dämmung oder Stromkabel und wartet auf seinen Einbau. Bereits fertiggestellte Deckenbereiche wechseln sich mit unfertigen ab. Eine Baustelle halt. „Ich sehe das ganz entspannt“, sagt Hausmeister Gerd Ahrens.

Drei Umbauten habe er bereits mitgemacht. Neue Leitungen werden unter anderem für das neue Brandschutzkonzept gezogen. Dafür werden auch neue Lautsprecher notwendig. Die sind zweigeteilt: Der eine Teil wird für die normalen Schuldurchsagen genutzt. Der andere Teil für Durchsagen im Fall eine Brandes. Damit das auch bei einem Stromausfall funktioniert, wird dieser Teil der Lautsprecher über eine Batterie mit Strom versorgt.

Da alle Kabel in den Flurdecken verlaufen, ist dort besondere Sorgfalt nötig. „Sonst wäre der Aufwand nicht nötig“, so Egbringhoff. Oberhalb der zwei Lagen aus Gipskarton liegt eine Isolierung aus Steinwolle. Unterhalb des Gipskartons werden die Lochplatten angebracht. Die LED-Leuchten sollen helfen, den Stromverbrauch zu senken. Und die Fluchtwegschilder werden durch beleuchtete Varianten ersetzt. Dachluken und die Oberlichter der Fenster sind künftig elektrisch betrieben. Zudem erhält jedes Klassenzimmer einen W-Lan-Anschluss. Im kommenden Jahr beginnt der zweite Bauabschnitt. Dann bekommt die Turnhalle eine neue Heizung.

Wichtiger Baustein im Fernwärmenetz

Die Grundschule Am Bühlbusch wird gerade saniert. Im kommenden Jahr wird dort zusätzlich noch ein Blockheizkraftwerk eingebaut. Damit ist die Schule ein wichtiger Baustein beim Ausbau der Verler Fernwärme.

Im Herbst beginnt die Erschließung des Verler Südens für die Fernwärme. Die Rohre werden durch die Bahnhofstraße bis zur Österwieher Straße gelegt. Bisher haben in dem Bereich neun Kunden einen Vertrag unterschrieben. „Das ist eine perspektivische Erschließung“, sagt Winfried Egbringhoff vom Fachbereich Hochbau.

Seine Erfahrung habe gezeigt, dass sich weitere Interessenten anschließen lassen, sobald die Baumaßnahme läuft. Zudem sei die Schule ein wichtiger Ankerkunde, da sie in etwa so viel verbrauche wie zehn Einfamilienhäuser. Bisher wurde mit einer Wärmepumpe geheizt. Die Bauarbeiten wurden ausgeschrieben. Egbringhoff schätzt, dass die Maßnahme um die 600 000 Euro kosten wird.

Das Kraftwerk wird im Keller der Schule stehen. Die Anlage hat eine elektrische Leistung von 50 Kilowatt und kostet 110 000 Euro. In diesem Jahr installiert die Stadt noch zwei weitere Blockheizkraftwerke der gleichen Größe: im Schulzentrum und im Freibad. Im Schulzentrum ist es bereits die zweite Anlage, deren Einbau Anfang Herbst abgeschlossen sein soll. Ende des Jahres wird die Anlage im Freibad fertiggestellt. Zuvor muss dort noch eine Trafostation installiert werden. Außerdem ist eine neue Verteilung der Niederspannung nötig.

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