Buntes Treiben beim Verler Tod
Bild: Tschackert
Die erste Klimaschutzwoche wurde im Rahmen des Verler Herbstfests offiziell eröffnet. Ebenfalls erstmals in Verl ist das Energie-Beratungsmobil: (v. l.) Günter Neuert, Umweltclownin Ines Hansen, Franziska Monkenbusch und Michael Esken.
Bild: Tschackert

Pünktlich zum frühen Nachmittag wurde es voll in den Geschäften und auf den Gehwegen. Viele Einheimische und Auswärtige nutzten den Tag für einen Bummel. Vor allem das zünftige Eröffnungsfest am Anger, der im Rahmen der Innenstadtsanierung als letztes fertiggestellt wurde, zog viele Gäste an. Hüpfburg, Bullenreiten, Getränke- und Imbissstände lockten zahlreiche Verler auf die andere Straßenseite der Innenstadt. Mit der Geschäftsmeile am Anger ist in Verl das ausgeweitete Areal entlang der Gütersloher Straße gemeint. Den Begriff haben die Stadtplaner eingeführt. Bevor sich diese eigentlich irreführende Bezeichnung festsetzt, möchte Bürgermeister Michael Esken dem jetzt fertiggestellten Stück einen anderen Namen geben, bevor der Begriff Anger sich in den Köpfen der Bürger festsetzt, wie er sagte. Denn: Unter einem Anger versteht man normalerweise ein meist grasbewachsenes Land oder einen Dorfplatz. Spontan konnte auch Bernhard Klotz vom Heimatverein keine Alternative anbieten. Aber es wird jetzt ein neuer Name gesucht.

Model aus Hamburg und Riesenseifenblasen

 „Am Samstag war hier wirklich ‚Verler Tod‘“, beklagte ein Fahrgastbetreiber die fehlenden Besucher. „Jetzt ist aber ordentlich was los“, freute er sich am Sonntag. Das galt auch für das Verler Zentrum: Rund um die Haupt-, Sender- und Wilhelmstraße gab es kaum ein Durchkommen. „Wir sehen das als ein Angebot – vor allem für unsere Stammkunden“, sagt Mechthild Stukenbrock von der Modeboutique „Le Chic“. Dort trat ein Model aus Hamburg auf, um die Modetrends zu präsentieren. „Unsere Tochter Marlen“, löste die Geschäftsinhaberin das Rätsel um die Schönheit auf. Wie viele Textilwechsel sie an dem Sonntag vornehmen würde, wusste Marlen Stukenbrock selbst noch nicht. Der Start in den verkaufsoffenen Sonntag erfolgte nicht – wie sonst immer – mit der Geschäftsöffnung, sondern vor dem Energieberatungsmobil, das erstmals in Verl im Rahmen der ersten Klimaschutzwoche Station machte. Ines Hansen, Umweltclown aus Duisburg, faszinierte unter anderem die Kinder mit ihren Riesenseifenblasen an der Wilhelmstraße, wo die Verler Werbegemeinschaft traditionell eine kleine Kirmes aufbauen ließ. Wer dem bunten Treiben einfach nur zusehen wollte, ließ dem Trubel bei Kaffee, Tee und Apfelkuchen vor oder im Heimathaus entspannt an sich vorüberziehen, so wie es Heinz-Werner und Marita Merschbrock taten.

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