CDU will Neubau statt Erweiterung
Auf dem Krimphove-Grundstück direkt neben der Kindertagesstätte Zwergenland soll ein neuer Kindergarten entstehen. Der bisherige Standort soll nach dem Willen der CDU aufgegeben werden.

Darum geht es im Kern: Die Verwaltung will – wie 2011 schon einmal beschlossen – das Zwergenland auf drei Gruppen erweitern. Die CDU-Fraktion hatte 2012 beantragt, auf vier Gruppen aufzustocken. Deshalb hatten auch drei Architekten im März Entwürfe für eine Erweiterung vorgestellt. Dass es den Bedarf gibt, ist unstrittig.

Vor allem CDU und Bürgermeister kämpften mit harten Bandagen für ihre Überzeugungen: „Es tut mir in der Seele weh, dass man so mit einem öffentlichen Gebäude umgeht. Mein Anspruch beim Umgang mit öffentlichen Gebäuden ist ein anderer. Ich verstehe die Rolle rückwärts der CDU nicht“, sagte Bürgermeister Paul Hermreck (CDU) über die Pläne seiner Parteikollegen, den Standort Zwergenland aufzugeben und stattdessen neu zu bauen.

Das will die CDU: Ihr sagen die Entwürfe der Architekten für eine Erweiterung des Zwergenlands nicht zu. „Das ist nicht der richtige Wurf für Sürenheide“, sagte Gabi Nitsch über die Pläne. Sie kassierte auch den Vorschlag der Verwaltung, zu den ursprünglichen Überlegungen zurückzukehren: „Eine zusätzliche Gruppe reicht nicht“, erklärte die Christdemokratin. Stattdessen fordert die CDU nun klipp und klar einen kompletten Neubau auf dem Krimphove-Gelände neben dem Zwergenland. Was mit dem Bestandsgebäude geschieht, solle später entschieden werden. Ins Spiel gebracht wurde ein Verkauf.

Das Problem: Die Stadt hat das Krimphove-Grundstück zwar erworben, der Kauf ist aber wegen juristischer Differenzen auf der Verkäufer-Seite noch nicht abgeschlossen. Entsprechend ist noch nicht klar, wann das Gelände zur Verfügung steht. Deshalb stellte der Bürgermeister eine klare Forderung: „Wie lange ist die CDU-Fraktion denn bereit zu warten? Ich hätte gern einen Zeitkorridor.“ Die CDU ließ sich aber nicht mehr umstimmen. „Man kann auf einer freien Fläche optimal planen. Die Sürenheider sollen das Beste bekommen, was möglich ist“, betonte Helmut Kaltefleiter. Deshalb soll nun – falls der Rat in der nächsten Woche zustimmt – erneut ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben werden.

SOCIAL BOOKMARKS