Cityfest überzeugt seit 25 Jahren
Bild: Tschackert
Auf der Hüpfrutsche tobte sich Alissa (7) richtig aus. Da störte auch die heiße Sommersonne wenig. Die älteren Semester bevorzugten dagegen ein Plätzchen im Schatten.
Bild: Tschackert

Ein Konzept, das seit 25 Jahren aufgeht und aus der richtigen Mischung aus Gemütlichkeit und Spielspaß besteht. Dennoch versuchen die Organisatoren, sich immer etwas Neues einfallen zu lassen. Und sei es, das Stadteilfest musikalisch anders zu beschallen. Zum 25. Geburtstag war die Band Wohnzimmersoul für den Sound am Hühnerstall zuständig. „Die Finanzierung war nicht ganz einfach, aber es hat am Ende hingehauen“, war Winter glücklich, die Band aus Wiedenbrück verpflichten zu können.

Aber nicht nur die Musiker kamen bei rund 30 Grad ordentlich ins Schwitzen, auch bei der Mannschaft vom Verein Hof Diekämper, die Flammkuchen im mobilen Holzofen backte, stand der Schweiß auf der Stirn. „Zur Abkühlung haben wir noch Weißwein auf Lager“, so Dieter Westerwalbesloh.

Die Kinder interessierte die Hitze dagegen nicht so sehr. Beim Spielen auf den Hüpfburgen oder mit den diversen Geräten, die das Spielmobil aus Steinhagen mitgebracht hat, war Langeweile praktisch ausgeschlossen. Unermüdlich kletterte die siebenjährige Alissa zur Hüpfburg herauf, um sofort wieder herunter zu rutschen, während ihre Eltern im Schatten Schutz suchten.

Heinz-Joachim Winter erinnerte sich noch ganz genau daran, dass vor zwölf Jahren eine kubanische Band beim Cityfest auftrat. „Wir haben ein kubanisches Gericht aus schwarzen Bohnen aufgefahren und waren uns sicher: Das essen die Verler nie“, sagte er. Tatsächlich sei das Bohnen-Gericht als erstes ausverkauft gewesen. Und die kubanische Band, die gern fern der Heimat ihr Nationalgericht genossen habe, habe mit Pommes und Bratwurst nach ihrem Auftritt vertröstet werden müssen, gab Winter nur eine von zahlreichen Anekdoten preis.

Was seit 25 Jahren mindestens genauso gut funktioniert, ist der Zusammenhalte im Bürgerverein. „Jeder packt mit an, Probleme werden im Handumdrehen gelöst“, sagte Winter. Rund 30 Mitglieder helfen regelmäßig mit. „Aber wahrscheinlich sind es noch viel mehr.“

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