DRK-Ortsverein stimmt für Neubau
Bild: Steinecke
Vonseiten der Mitglieder des DRK-Ortsvereins Verl sind die Weichen gestellt. In ihrer Versammlung stimmten sie geschlossen für einen Neubau des Vereinsheims auf der gegenüberliegenden Seite an der Österwieher Straße.
Bild: Steinecke

Stimmt der Verler Stadtrat ebenfalls zu, soll der Bau spätestens im Frühjahr 2021 fertig sein. „Das ist eine wichtige Entscheidung zur Zukunftssicherung unseres Ortsvereins gewesen“, zeigte sich der Vorsitzende Frank Dreismickenbecker erleichtert, dass die Mitglieder des Ortsverbands des DRK einhellig dem Gebäudetausch mit der Stadt Verl zugestimmt haben.

DRK sieht Vorteile im Neubau

Das DRK gibt, vorausgesetzt der Stadtrat billigt in seiner Sitzung am 19. November ebenfalls das Vertragswerk, den jetzigen Standort auf und gibt das Erbbaurecht mitsamt Liegenschaft an der Bahnhofstraße an die Stadt zurück. Im Gegenzug baut die Stadt Verl ein neues DRK-Heim und stellt es dem Ortsverband maximal 50, aber minimal 30 Jahre unentgeltlich erneut auf Erbbaubasis zur Verfügung. „Im Grunde genommen brauchen wir nur unsere Sachen packen und auf die andere Straßenseite tragen“, so der Vorsitzende.

Die Vorteile liegen auf der Hand: In spätestens 18 Monaten verfügt der Verein auf 1100 Quadratmetern über ein neues, modernes und barrierefreies Vereinsheim mit einer Nutzfläche von 256 Quadratmetern plus Hof mit einer Parkplatzfläche von 440 Quadratmetern. Hinzu kommen zwei Doppelgaragen für Rettungsfahrzeuge. Das Grundstück wird durch eine Schranke abgetrennt.

Rund zwei Millionen Euro plus Gebäudeerhaltungskosten lässt sich die Stadt das insgesamt kosten. 1,94 Millionen sollen für den Bau im Stadtetat für 2020 eingeplant werden. Beigeordneter Heribert Schönauer rechnet mit Realisierungskosten zwischen 1,6 und 1,9 Millionen Euro. Im Gegenzug dafür wird auf dem Grundstück an der Bahnhofsstraße 42 ein Wohnheim für behinderte Menschen gebaut, das der Wertkreis betreiben wird.

Sanierung dringend erforderlich

Selbst wird das Verler DRK 20.000 Euro für neues Inventar aus seinen Rücklagen in die Hand nehmen, auch das wurde bei Mitgliederversammlung entschieden. Ein Bruchteil dessen, was das DRK für eine Sanierung in das mittlerweile 40 Jahre alte Heim hätte investieren müssen.

Dach, Heizung, sanitäre Anlagen und Fenster hätten über kurz oder lang ohnehin modernisiert werden müssen. „Was wir allein an Heizkosten tragen, ist nicht wenig“, gab Dreismickenbecker zu Bedenken und hat vor allem steigende Nebenkosten bei demografisch bedingt weniger Mitgliedern und damit Beitragszahlern im Blick. Kosten, die in einem Neubau deutlich geringer ausfallen sollten und damit wesentlich für eine Perspektive des Ortsvereins seien.

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