Danke nach oben fürs Pfarrfest-Wetter
Bild: Steinecke
Bei dieser kunterbunten Disziplin fiebern viele mit: Joshua (8) und Lino (8) beim Fechten mit dem Malpinsel.
Bild: Steinecke

 Anlässlich der Feierlichkeiten zur 500-jährigen Kirchengeschichte im alten Verler Land fand der Gottesdienst in den Grundrissen der ehemaligen Annen-Kapelle, die aus Sägespänen sowie an Wäscheleinen aufgehängten Fahnen nachgebildet waren, statt. Die bescheidenen Ausmaße von 7,5 mal 15 Metern reichten an diesem Sonntag jedoch nicht aus. Viele der Besucher hatten sich deshalb noch außerhalb der gedachten Mauern versammelt. „Heute sind viele außerhalb der Kirche und trotzdem drin. Das kann man interpretieren, wie man will“, so Hermann-Josef Hölscher. Anschließend bat er die Anwesenden mit aufs Fest rund ums Gemeindehaus.

Nach Herzenslust Musketier spielen

Dort hatten sich die Organisatoren mächtig ins Zeug gelegt, um ein gutes Gelingen zu garantieren. Ein Höhepunkt war die alte Druckpresse, die vom Industriemuseum in Osnabrück zur Verfügung gestellt worden war. Wer mochte, konnte sich gegen ein kleines Entgelt ein Logo auf ein Blatt drucken, dessen Rückseite die Geschichte der St.-Anna-Kirche zierte. Doch auch kulinarisch wurden die Gemeindemitglieder wieder vorzüglich versorgt. Außer dem beliebten Püfferchen-Stand hatte sich der Pfarrgemeinderat etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Die nach einem alten Rezept gekochte Steckrübensuppe ging weg wie warme Semmeln. Dazu ein St.-Anna-Brot, und der Tag war perfekt. Das herzhafte Roggenbrot bildete die passende Grundlage für den Schmalzaufstrich, der mit einer ordentlichen Prise Salz sein bestes Aroma entfaltet. Doch auch für den Nachwuchs gab es reichlich Unterhaltung. Die Messdiener hatten viel beachtete Stationen organisiert. Sehr beliebt war das Fechtspiel mit Farbpinseln. In blaue Plastiktüten gehüllt, durfte nach Herzenslust Musketier gespielt werden. Bevor es ans Fechten ging, konnte die Ritterprüfung abgelegt werden. Wer die 30 Sekunden – inklusive des Verzehrs von Naschwerk – fehlerfrei schaffte, wurde zum König geschlagen. Der Titel half aber nicht beim Erbsen-Kloppen. Da zählten nur ein gutes Auge und eine schnelle Hand.

SOCIAL BOOKMARKS