Das Zentrum vor und nach dem Umbau
In der Mitte der Paderborner Straße dient der Betonstreifen als Abbiegespur. Die Straße ist etwas schmaler geworden. Ein Hingucker: die neuen Laternen.

 Von November 2014 an war an der 2,02 Kilometer langen Ortsdurchfahrt zwischen Schützenhalle und Westring gearbeitet worden. Entworfen hat die Pläne für die Umgestaltung das Büro Club L 94.

Im ersten Abschnitt waren die Gütersloher Straße im Abschnitt Westring bis einschließlich Kreuzungsbereich Österwieher Straße (1075 Meter) und die Paderborner Straße im Abschnitt Schützenhalle bis einschließlich Kreuzungsbereich Poststraße (645 Meter) bis November 2015 fertiggestellt worden. Im zweiten Schritt folgte das Zentrum. 300 Meter Straße samt Geh- und Radwegen wurden erneuert.

Das alles hat seinen Preis. Wie hoch genau, kann die Stadtverwaltung noch nicht sagen, da noch nicht alle Arbeiten abgenommen und auch noch lange nicht alle Rechnungen im Rathaus eingetrudelt sind. Zuletzt war von 7,8 Millionen Euro die Rede. Klar ist, dass es wohl etwas mehr werden dürfte. Da es sich bei der Ortsdurchfahrt um eine Landesstraße handelt, übernimmt der Landesbetrieb Straßen NRW einen Teil der Kosten – und zwar alles, was direkt mit der Straße zu hat. Und außerdem die Kosten, die ein Standardausbau der Gehwege verursacht hätte.

Der ehemalige Beigeordnete Franz Berenbrinker hat es im Stadtrat mal treffend so formuliert: „Alles, was für die Galerie ist, zahlen wir.“ Dazu gehören zum Beispiel die Mehrkosten für das graue Betonband – insgesamt 690 Quadratmeter groß – zwischen Österwieher Straße und Poststraße, das vor allem eine optische Funktion erfüllt und ganz nebenbei als Abbiegespur dient. Oder der Preis für die extravagenten Laternen.

Insgesamt sind 17.000 Quadratmeter Asphaltfahrbahn erneuert worden. 18.500 Quadratmeter Pflaster und Betonplatten wurden verlegt. Im Zentrum handelt es sich um eine Sonderanfertigung, die es nur in Verl gibt. 75 Straßenlampen sind aufgebaut und 108 Bäume gepflanzt worden.

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